Volleyball National
Friedrichshafen und Schwerin feiern Pokaltriumphe

Die Volleyballer vom VfB Friedrichshafen und die Damen vom Schweriner SC haben vor der Rekordkulisse von 11 110 Zuschauern den DVV-Pokal gewonnen. Beide Teams setzten sich im Finale glatt mit 3:0-Sätzen durch.

Volleyball-Bundesligist VfB Friedrichshafen hat das halbe Dutzend vollgemacht und sich auch in dieser Spielzeit den Pokal des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) gesichert. Das Team von Trainer Stelian Molescu siegte klar mit 3:0 (28:26, 25:16, 25:13) gegen den Moerser SC. "Ich bin stolz auf mein Team und danke den Zuschauern. Die Atmosphäre war einfach gigantisch. Da sieht man, was auch im Volleyball möglich ist, wenn Profis am Werk sind", erklärte der VfB-Coach. Im Finale der Frauen entthronte Bundesliga-Spitzenreiter Schweriner SC den USC Münster. Die Ostdeutschen verhinderten mit dem 3:0 (25:19, 26:24, 25:23) einen "Pokalhattrick" des Siegers von 2004 und 2005.

Rekordkulisse im Gerry-Weber-Stadion

Die Premiere der Doppelveranstaltung im Gerry-Weber-Stadion im westfälischen Halle erwies sich für den Volleyball-Sport als echter Glücksfall. 11 110 Zuschauer sorgten in der Tennis-Arena für ein ausverkauftes Haus, eine begeisternde Atmosphäre und eine neue Bestmarke für ein Volleyball-Ereignis in Deutschland. Der alte Rekord vom Frauen-WM-Finale 2002 zwischen Italien und den USA in der Berliner Max-Schmeling-Halle (9 070 Besucher) wurde deutlich übertroffen.

"Die Finals in Halle auszutragen, war eine mutige Entscheidung. Wir sollten weiterhin in die großen Hallen gehen und würden gerne im nächsten Jahr wiederkommen. Allerdings hat mir das Spiel nicht so gut gefallen, der VfB hatte es zu einfach", sagte DVV-Präsident Werner von Moltke.

Moers nur im ersten Satz ebenbürtig

In der ausverkauften Tennis-Arena hatten die "Häfler" den Widerstand des kampfstarken Underdogs nach dem spannenden ersten Satz bereits gebrochen. Der individuellen Klasse des Seriensiegers vom Bodensee hatte der MSC in der Folgezeit nichts mehr entgegenzusetzen. "Ich weiß auch nicht, was dann passiert ist. Die Annahme war nicht mehr perfekt und die Stimmung im Keller", meinte der ungarische MSC-Star Georg Grozer. Die Durchgänge zwei und drei waren für den Double-Gewinner von 2005 klare Angelegenheiten. Nach 73 Minuten war die einseitige Partie beendet.

Bundesliga-Tabellenführer Friedrichshafen hatte sich die Ehre des Rekordsiegers bislang mit der HSG Wissenschaft Karlshorst teilen müssen, die in der damaligen DDR zwischen 1969 und 1982 sieben Titel geholt hatte. Sechs dieser Titel fielen allerdings in eine Zeit, in der der Pokalwettbewerb ohne Sportklubs ausgetragen wurde.

Im Frauen-Endspiel benötigten die von gut 5 000 Anhängern frenetisch angefeuerten Münsteranerinnen eineinhalb Sätze, um ihre Nervosität abzustreifen. Erst dann lieferte der elfmalige Champion dem Favoriten eine packende Partie, musste sich jedoch aufgrund von Unkonzentriertheiten in den entscheidenden Situationen geschlagen geben.

© SID

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