Volleyball Nationalmannschaft
EM-Traumstart für deutsche Volleyballer

Deutschlands Volleyballer haben beim Angriff auf eine EM-Medaille einen Traumstart hingelegt. Das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu triumphierte mit 3:1 (22:25, 25:21, 25:20, 25:17) gegen den WM-Vierten Serbien.

Mit dem zwölften Sieg in Folge haben Deutschlands Volleyballer beim Angriff auf ihre erste EM-Medaille einen Traumstart hingelegt. Das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu triumphierte nach nervösem Beginn mit 3:1 (22:25, 25:21, 25:20, 25:17) im Schlüsselspiel gegen den WM-Vierten Serbien. Stefan Hübner zeigte in seinem 200. Länderspiel gegen den vermeintlich stärksten Vorrundengegner eine überragende Leistung.

"Das war der nur der erste Schritt, aber dieser Sieg gibt jede Menge Selbstvertrauen. Die Medaille ist ganz weit weg - vom Rechnen hat noch niemand gewonnen", erklärte Hübner, der mit 19 Punkten gemeinsam mit Robert Kromm die meisten Zähler sammelte. Moculescu bremste ebenfalls jede Euphorie nach dem beeindruckenden Auftritt: "Nach dem Sieg in diesem wichtigen Spiel können die Jungs eine halbe Stunde feiern und dann geht's weiter zum nächsten Spiel. Aber wir haben gezeigt, dass wir nicht mehr der große Außenseiter sind."

In den weiteren Spielen gegen Griechenland am Samstag (15.30 Uhr/Mesz) und die Niederlande am Sonntag (13.00) kann der 1:34-Außenseiter auf den Titel seine Ausgangsposition für die Zwischenrunde und den ersten Einzug in ein EM-Halbfinale seit 14 Jahren weiter verbessern. Erzrivale Holland kassierte im ersten Spiel des Tages mit dem 2:3 gegen Griechenland bereits seine zweite Niederlage. Die besten drei Teams jeder der vier Gruppen qualifizieren sich für die Zwischenrunde.

"Es muss endlich mal klappen, das wäre ein Signal für den ganzen Hallenvolleyball. Das Ziel ist das Halbfinale in Moskau", hatte Verbandschef Werner von Moltke vor dem Auftakt die hohen Ziele formuliert.

Bergmann brachte Ruhe ins deutsche Spiel

Die Mannschaft von Bundestrainer Stelian Moculescu startete vor 1 000 Zuschauern in der Jubileni-Sporthalle zunächst schwach ins erste EM-Spiel seit vier Jahren. Das Team blieb immer wieder am starken Block des Olympiasiegers von 2000 hängen, der in Zuspieler Nikola Grbic zunächst auch den besseren Regisseur hatte.

Erst im zweiten Durchgang legte der WM-Neunte Deutschland seine Nervosität ab und fand zu den Leistungen der Vorbereitung, als ein Großteil der europäischen Elite in Serie besiegt worden war. Die Einwechslung des 37 Jahre alten Routiniers Ralph Bergmann - er absolviert bereits seine sechste EM - brachte Ruhe ins Spiel. Zuspieler Frank Dehne setzte seine Mannen klug ein, im Block überragte Hübner und im Angriff punktete Jochen Schöps immer wieder.

So drehte die deutsche Mannschaft, bei der Georg Grozer Junior im zweiten Satz seine EM-Premiere feierte, das Spiel und überzeugte in den Sätzen zwei bis vier mit Volleyball auf höchstem Niveau. Den Matchball verwandelte Björn Andrae, der Rest war Jubel.

Die sichtlich beeindruckten Niederländer wurden entzaubert, und die Deutschen sind spätestens nach diesem Auftritt einer der Geheimfavoriten bei den Titelkämpfen. Viermal in der EM-Geschichte seit 1948 belegten deutsche Volleyballer Rang vier, doch der Griff nach Edelmetall scheiterte bislang stets.

© SID

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