Volleyball Nationalmannschaft
Lozano: "Ich glaube an den deutschen Volleyball"

Raul Lozano hat die Nachfolge von Stelian Moculescu als Volleyball-Bundestrainer angetreten. Im aktuellen sid-Interview formuliert der Coach seine ehrgeizigen Ziele.

Raul Lozano ist als Volleyball-Bundestrainer auf Stelian Moculescu gefolgt. Warum der Coach dem polnischen Volleyball den Rücken gekehrt hat und was er mit dem deutschen Team erreichen will, verrät Lozano im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid).

sid: "Raul Lozano, als Nachfolger des sehr erfolgreichen Stelian Moculescu treten Sie ein schweres Erbe als Volleyball-Bundestrainer an ..."

Raul Lozano: "Die Arbeit, die Moculescu gemacht hat, war sehr gut. Aber die Mannschaft ist noch nicht am Maximum angekommen. Es ist immer schwierig, mit einer Mannschaft einen Schritt weiter nach vorn zu kommen, aber ich glaube an den deutschen Volleyball. Sonst hätte ich diesen Job nicht angetreten."

sid: "Auf Ihrer letzten Trainerstation sind Sie mit Polen Vizeweltmeister geworden und erst im Olympia-Viertelfinale knapp gescheitert. Glauben Sie, dass auch ein deutsches Team eine Medaille bei einem Großereignis gewinnen kann?"

Lozano: "Zunächst einmal müssen wir uns im nächsten Jahr für die WM 2010 qualifizieren und wollen bei der EM oben anklopfen. Es gibt sieben, acht Topteams in der Welt. In den Bereich möchte ich und dann um die Medaillen mitspielen. Das hängt aber nicht nur von Deutschland ab, sondern auch davon, wie sich die anderen Nationen entwickeln. Es gibt im Moment große Veränderungen im Männervolleyball."

sid: "Sie sind gerade erstmals auf Deutschland-Tournee, um Bundesliga-Spiele zu beobachten. Mit welchen Spielern planen Sie für die WM-Qualifikation und die EM im nächsten Jahr?"

Lozano: "Im Moment plane ich vor allem mit der Mannschaft, die bei Olympia dabei war. Es gibt nicht so viel Zeit, neue Spieler zu integrieren. Aber ich schaue mir derzeit ganz bewusst junge Spieler in Deutschland an, für die die Tür jederzeit offen ist. Ich verlange sehr viel von den Spielern, aber auch von mir. Ich fordere maximale Professionalität von allen Seiten."

sid: "Sie haben Polen trotz großer Erfolge überraschend verlassen. Wie lange planen Sie in Deutschland?"

Lozano: "Man muss immer in Olympiazyklen denken. Ich glaube, dass es nach vier Jahren schwierig ist, neue Impulse zu setzen. Deshalb habe ich Polen verlassen und bin nach Deutschland gegangen, weil sich der Verband sehr stark um mich bemüht hat. Ich habe erstmal einen Vertrag bis 2010. Dann hängt es davon ab, wieviel Spaß es beiden Seiten macht und wie sich das Team entwickelt."

© SID

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