Volleyball Olympia: Dämpfer für Deutschlands Volleyballerinnen

Volleyball Olympia
Dämpfer für Deutschlands Volleyballerinnen

Im zweiten Spiel der Olympia-Qualifikation in Halle haben die deutschen Volleyballerinnen ihre erste Niederlage kassiert. Gegen Polen gab es in einem spannenden Spiel ein 2:3, der Einzug ins Halbfinale ist nun fraglich.

Im Kampf um das Ticket für Peking wird es eng für Deutschlands Volleyballerinnen: Nach der ersten Niederlage bei der Olympia-Qualifikation in Halle ist der Einzug ins Halbfinale wieder fraglich. Am Tag nach dem 3:0 gegen Außenseiter Türkei unterlagen die Gastgeber trotz einer starken Vorstellung und einer 2:1-Führung mit 2:3 (25:22, 21:25, 25:14, 19: 25, 8:15) gegen den zweimaligen Europameister Polen. Damit kommt es am Freitag (20.00 Uhr) zum befürchteten Endspiel gegen die Niederlande, wo nur ein Sieg den Einzug in die Runde der letzten Vier bringt.

Guidetti: "Sahen wie der Sieger aus"

"Schade, wir haben ein gutes Spiel gemacht und sahen bis zum vierten Satz wie der Sieger aus. Aber dann sind einige müde geworden", erklärte Bundestrainer Giovanni Guidetti nach einer Berg- und Talfahrt der Gefühle. Bei einer 2:1-Satzführung und 12:8 im vierten Durchgang sah das deutsche Team schon wie der sichere Sieger aus, dann jedoch brachten Schwächen in der Annahme, einige Fehlentscheidungen des Schiedsrichters und eine Gelbe Karte für Guidetti samt Punktgewinn für Polen die Wende. Im entscheidenden Tiebreak brach das deutsche Team völlig auseinander.

"Wir haben die Polinnen zurück ins Spiel gebracht. Jetzt wird es ganz schwer. Die Niederlande ist im Angriff überragend", meinte Zuspielerin Tanja Hart. Bei der WM 2006 hatte das deutsche Team trotz Matchball 2:3 gegen den Erzrivalen verloren. Nur die beiden besten Teams der Gruppe - wobei Polen nach zwei Siegen das Ticket faktisch sicher hat - qualifizieren sich für das Halbfinale. Das Ticket für Peking löst nur der Turniersieger. Das europäische Qualifikationsturnier ist die einzige Chance für das deutsche Team, sich für die Sommerspiele zu qualifizieren. Zuletzt hatte Deutschland vor 16 Jahren die Olympia-Teilnahme verpasst.

Dumler und Pachale punkten zu Beginn

Der zweimalige Europameister Polen war nach seiner Galavorstellung beim 3:1 im ersten Turnierspiel gegen die Niederlande als Favorit ins Spiel gegen Deutschland gegangen, doch die taktisch glänzend eingestellten Gastgeber zeigten in allen Mannschaftsteilen eine deutliche Steigerung gegenüber dem schwachen ersten Spiel gegen die Türkei. Die extra für das Turnier in Halle aus der Sportlerrente zurückgekehrte Spielmacherin Tanja Hart machte den Angriff schnell, in der Feldabwehr zeigte das deutsche Team überragende Reaktionen und im Angriff versenkte neben Cornelia Dumler erneut vor allem Hanka Pachale die Bälle.

Nach einer zwischenzeitlichen 16:14-Führung im zweiten Satz begann die deutsche Annahme zu wackeln und die Auswahl von Weltmeister-Trainer Marco Bonitta schaffte den Satzausgleich. Im dritten Satz jedoch stand die "deutsche Mauer" um die überragende Pachale wieder und das deutsche Team beherrschte die Polinnen nach Belieben. Die 4 000 Zuschauer waren restlos begeistert."Das war eine fast perfekter Satz", meinte Guidetti begeistert. Doch dann gab es die nicht mehr erwartete Wende und nach 114 Minuten die unglückliche Niederlage. Nach den erfolgreichen Olympia-Qualifikationen von 1996, 2000 und 2004 sind nun für das "Wunder von Halle" drei Siege Pflicht.

© SID

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