Volleyball Olympia
Deutsche Volleyballerinnen im Halbfinale

Beim Olympia-Qualifikations-Turnier in Halle/Westfalen haben die deutschen Damen das Halbfinale erreicht. Beim 1:3 gegen die Niederlande reichte dem DVV-Team ein einziger Satzgewinn zum Weiterkommen.

Bei der Olympia-Qualifikation in Halle/Westfalen sind Deutschlands Volleyballerinnen ins Halbfinale eingezogen und noch zwei Siege von Peking entfernt. 7 000 Zuschauer feierten beim Vorrunden-Finale in Halle/Westfalen trotz des wenig berauschenden 1:3 (25:22, 25:27, 15: 25, 23:25) gegen die Niederlande Platz zwei in Gruppe B. Im Semifinale am Samstag (17.30 Uhr/live in Eurosport) wartet mit Weltmeister Russland der Turnierfavorit.

"Hauptsache im Halbfinale. Jetzt fehlen noch zwei Schritte, aber wir müssen uns steigern", meinte Bundestrainer Giovanni Guidetti und glaubt trotz der Pleite weiter an sein Team: "Wir können dieses Turnier gewinnen, auch Russland ist schlagbar." Der ungeschlagene Gruppensieger Polen trifft im zweiten Halbfinale auf den WM-Dritten Serbien. Nur der Sieger des Turniers löst das Ticket nach Peking. Zuletzt hatte Deutschland, das in Halle seine einzige Qualifikations-Chance hat, vor 16 Jahren die Olympia-Teilnahme verpasst.

Ein Satzgewinn musste her

Vor dem mit Spannung erwarteten Duell gegen Weltseriengewinner Niederlande hatte Polen mit dem 3:1-Erfolg gegen die Türkei die erhoffte Schützenhilfe geleistet. Damit reichte dem deutschen Team bereits ein Satzgewinn zum Einzug ins Halbfinale. Entsprechend konzentriert präsentierte sich das Team um Spielmacherin Tanja Hart von Beginn an. Spielführerin Angelina Grün punktete immer wieder mit ihren Attacken, und die Aufschläge der Gastgeber stellten das Oranje-Team immer wieder vor Probleme.

Nach 26 Minuten verwandelte Cornelia Dumler den zweiten Satzball zur entscheidenden 1:0-Führung. Die deutschen Spielerinnen fielen sich erleichtert in die Arme, durch die Gerry-Weber-Arena schallten "Deutschland, Deutschland"-Rufe. Nach dem perfekt gemachten Halbfinal-Einzug war die Luft raus, dazu offenbarten Spielmacherin Hart und Co. konditionelle Probleme. Nach 111 Minuten stand nach dem 3:0 gegen die Türkei und dem 2:3 gegen Polen die zweite Niederlage im dritten Spiel in Halle fest. Hinter Polen (6:0 Punkte) blieb damit mit 2:4 Zählern nur wegen des besseren Satzverhältnisses (6:6) gegenüber der Niederlande (5:7) und der Türkei (4:7) Gruppenplatz zwei.

"Wunder von Halle" nötig

Jetzt wartet Russland - den letzten Vergleich gegen die in Halle nach dem 3:1 gegen Serbien weiter ungeschlagenen Weltmeisterinnen hatte Deutschland bei der EM im vergangenen Herbst mit 0:3 verloren. Den letzten Sieg gegen Russland gab es im Juni letzten Jahres in Montreux. Russlands Spielführerin Ljubow Sokolowa hat jedenfalls größten Respekt vor den Deutschen: "Das wird eine ganz schwere Aufgabe." Aber selbst im Fall eines deutschen Sieges ist im Finale am Sonntag (15.30 Uhr) ein zweiter Erfolg zum "Wunder von Halle" nötig.

© SID

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