Volleyball Olympia: DVV-Herren müssen einen Rückschlag hinnehmen

Volleyball Olympia
DVV-Herren müssen einen Rückschlag hinnehmen

Die deutschen Volleyballer haben ihre erste Olympia-Chance wohl verspielt. Beim europäischen Ausscheidungsturnier in Izmir verlor das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu mit 0:3 gegen Finnland.

Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Peking haben die deutschen Volleyballer wohl zumindest die erste Qualifikationschance verspielt. Im letzten Vorrundenspiel beim europäischen Ausscheidungsturnier in Izmir unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Stelian Moculescu nach desolater Leistung mit 0:3 (23:25, 15:25, 16:25) gegen den EM-Vierten Finnland.

"Das ist eine Neverending Story. Immer, wenn du denkst, die Jungs sind so weit, dann gibt es so einen Rückschlag", erklärte der restlos frustrierte Chefcoach Moculescu nach der Blamage. Stefan Hübner schob die schwächste Leistung seit Jahren auf den Körper statt die Nerven: "Es ging einfach nichts, wir haben in den ersten Spielen zu viel Substanz gelassen. Es ist eine großer Trost, dass wir in Düsseldorf eine zweite Olympia-Chance haben."

Serbien besiegelte am Abend mit einem 3:1 (22:25, 25:21, 25:23, 25:15)-Sieg gegen Gastgeber Türkei das Aus des deutschen Teams, das in der Gruppe B in der Endabrechnung mit 4:2 Zählern und dem schlechteren Satzverhältnis hinter den punktgleichen Finnen und Serben landete. Beide Mannschaften hatte Deutschland zuvor jeweils 3:2 bezwungen.

Im Halbfinale trifft nun Gruppensieger Serbien auf die Niederlande und Finnland auf Spanien. Nur der Turniersieger von Izmir qualifiziert sich für die Olympischen Spiele in Peking. Deutschland hat beim Heimturnier vom 23. bis 25. Mai in Düsseldorf seine letzte Chance, sich zum ersten Mal seit München 1972 für die Sommerspiele zu qualifizieren. Nächste Chance im Mai in Düsseldorf

Nach den Energieleistungen in den ersten Spielen, wo jeweils ein 1:2-Rückstand wettgemacht worden war, erlebte das leblos wirkende deutsche Team gegen Finnland einen Rückfall in schlimmste Zeiten. Der Aufschlag erzielte keine Wirkung, in der Annahme leisteten sich Routinier Stefan Hübner und Co. anfängerhafte Fehler und im Angriff blieb vor allem der neue Kapitän Björn Andrae immer wieder im finnischen Block hängen.

Ein Satzgewinn hätte möglicherweise bereits zur Halbfinal-Teilnahme gereicht, doch dazu hatte das im entscheidenden Moment mit technischen Fehlern agierende deutsche Team in keiner Phase des Spiels eine Chance. Wie schon bei der EM, wo trotz Titelchancen am Ende nur Platz fünf raussprang, verloren Hübner und Co die Nerven.

Im letzten Spiel rächte sich der personelle Aderlass der letzten Wochen. Kapitän und Zuspieler Frank Dehne hatte genauso wie Mittelblocker Norbert Walter nach Differenzen mit Moculescu seinen Rücktritt erklärt. Dazu fehlte "Leitwolf" Ralph Bergmann wegen der Geburt seines zweiten Kindes.

© SID

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