Volleyball WM
Bulgarien zu stark für deutsche Volleyballer

Bei der WM-Endrunde in Japan haben die deutschen Volleyballer auch ihr zweites Zwischenrundenspiel verloren. Gegen die noch unbesiegten Bulgaren setzte es für die Truppe von Bundestrainer Stelian Moculescu ein 1:3.

Die deutschen Volleyballer haben bei der WM-Endrunde in Japan auch ihr zweites Zwischenrundenspiel verloren. Gegen den Weltliga-Vierten Bulgarien unterlag das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu in Hiroshima einen Tag nach dem 0:3 gegen Europameister Italien mit 1:3 (22:25, 25:23, 20:25, 18:25) und hat in Pool F somit 4:6 Punkte.

In den letzten Zwischenrunden-Partien gegen den Olympiavierten USA am Dienstag (5.00 Uhr MEZ) und den EM-Neunten Tschechien am Mittwoch (7.00) soll nun der momentane fünfte Gruppenplatz verteidigt und der Einzug in die Spiele um die Ränge neun bis zwölf geschafft werden.

"Mehr ist nicht drin, aber das wussten wir. Hätte, wenn und aber - das kannst du alles in die Tonne klopfen. Das Ergebnnis zählt", meinte Bundestrainer Stelian Moculescu nach der dritten Niederlage hintereinander: "Wir haben gegen Teams verloren, die um den Titel spielen. Wir sind hier um zu lernen." Nach der gegen Olympiasieger Brasilien begonnenen Negativserie stehen für sein Team in der Achter-Gruppe F nun 4:6 Zähler in der Bilanz. Spitzenreiter Bulgarien (10:0 Punkte) sowie Brasilien, Italien und Frankreich mit jeweils 8:2 Punkten sind kaum noch zu übertrumpfen, ein Rang unter den Top Acht in der Endabrechnung ist somit unwahrscheinlich.

Match gegen Bulgarien "positiv für die Moral"

Das Match gegen Spitzenreiter Bulgarien bezeichnete Hübner als "positiv für die Moral", auf diesem Level müsse man weitermachen. Nach dem Italien-Match habe sich die Mannschaft zusammengesetzt, um Eitelkeiten oder Schuldzuweisungen gar nicht erst aufkommen zu lassen: "Wir haben uns noch einmal klar gemacht, dass wir nur zusammen stark sind." Der nun machbare Platz neun würde dem Abschneiden der letzten WM-Endrunden-Teilnahme 1994 entsprechen und den klammen Verband in die zweite Förderstufe hieven.

Der vergebenen Riesenchance, im Kreis der absoluten Weltelite ein ernsthafteres Wörtchen mitzureden, waren sich die Akteure durchaus bewusst. "Es war was drin. Es hat in den beiden Partien nicht viel gefehlt, es war wohl Kopfsache", meinte Angreifer Christian Pampel: "Wir sind nicht schlecht, es hat immer nur ein kleines bisschen gefehlt. Das ist das Enttäuschende. Jetzt herrscht ein Tag Trauer. Aber dann starten wir wieder durch." Er selbst hatte immerhin 15 Zähler gesammelt.

Moculescu sah die "fehlende Präzision" nach der Annahme als ein entscheidendes Manko. "Es sind die Krankheiten, an denen wir schon lange herumdoktern, gegen die mittelmäßigen Teams haben wir das abgestellt - aber gegen die absolute Spitze bist du mit ein paar Fehlern weg", meinte Moculescu und war zuversichtlich: "Die nächsten Kontrahenten haben nicht das Kaliber wie die vorigen."

Gegen die Bulgaren ging die Truppe konzentrierter als gegen Italien zu Werke, kam im ersten Satz nach 22:20-Führung aber zu keinem Zähler mehr. Moculescu brachte Kapitän und Zuspieler Frank Dehne für Simon Tischer, kurz darauf auch den 2,12-Meter-Riesen Robert Kromm (14 Punkte) im Angriff für Popp. Beide brachten frische Impulse, Kromm sorgte im gewonnenen zweiten Abschnitt mit allein acht Zählern (davon drei Asse) für Erstaunen.

© SID

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