Volleyball WM
Deutsche Volleyballer schlagen Puerto Rico 3:1

Die deutschen Volleyballer haben bei der WM-Endrunde in Japan 3:1 gegen Puerto Rico gewonnen. Am Sonntag geht es für das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu um Platz neun gegen die USA.

Die deutschen Volleyballer sind bei der WM-Endrunde in Japan in die Erfolgsspur zurückgekehrt und spielen wie vor Turnierbeginn insgeheim erhofft um den neunten Rang. Die Mannschaft von Bundestrainer Stelian Moculescu gewann nach zuvor fünf Niederlagen im Überkreuzvergleich gegen den Weltranglisten-23. Puerto Rico mit 3:1 (25:19, 23:25, 25:19, 25:18) und tritt nun am Sonntag (5.00 Uhr MEZ) gegen den Olympiavierten USA an.

"Traum wahr geworden"

"Wir hatten Druck, gewinnen zu müssen. Bis auf das Ende des zweiten Satzes haben wir unsere Linie durchgehalten - mit dem Spiel um Platz neun ist unser Traum wahr geworden", resümierte Moculescu. Kapitän Frank Dehne meinte: "Das letzte Match wollen wir auch gewinnen, ein einstelliger Platz klingt doch schließlich viel besser." Laut Routinier Stefan Hübner habe man mit den Amerikanern von der Zwischenrunde (2:3) ohnehin noch eine Rechnung offen. Der letzte deutsche Sieg gegen diesen Rivalen, der gegen Kanada 3:2 gewann, liegt allerdings zehn Jahre zurück.

Bei der Länderspiel-Premiere gegen Puerto Rico, lediglich die DDR hatte einmal gegen die Karibik-Insel gewonnen, weckte der verlorene zweite Satz schlimme Befürchtungen. "Das waren Nachlässigkeiten, unsere eigene Schuld", sagte Hübner. Da sei seine Truppe, so Moculescu, mit den Erfahrungen der letzten Partien "ein wenig unruhig geworden". Mit voller Konzentration fand die Mannschaft aber zurück ins Spiel, obendrein verletzte sich mit Victor Rivera der bis dahin zweitbeste Punktesammler am Knöchel. Auch Hector Soto, erfolgreichster Angreifer des Turniers, lag am Ende mit insgesamt 17 Punkten unter seinem bisherigen Schnitt (24 Zähler).

DVV-Team überzeugt beim Aufschlag und im Block

Die deutsche Mannschaft überzeugte vor allem beim Aufschlag und im Block. Eine starke Partie lieferte wieder Ralph Bergmann ab. Der 36-Jährige machte am Netz sechs seiner neun Zähler und kann sich Hoffnungen auf den ersten Platz in der mit 50 000 Dollar dotierten Wertung für den besten Blocker machen. Angreifer Christian Pampel sorgte für 21 Punkte. "Die letzten Spiele liefen für uns nicht so glücklich, wir wollen uns unbedingt mit zwei Siegen verabschieden", meinte der Italien-Profi. Moculescu lobte auch noch seinen jungen Zuspieler Simon Tischer (24).

"Wir müssen es gegen die ganz guten Gegner noch lernen, die Punktbälle reinzumachen - dann sind wir auch ganz gut", zog Moculescu schon ein Turnierfazit. Für den Erfolg in diesem Lernprozess wird der Meistermacher aus Friedrichshafen zuständig sein: Bereits vor dem Puerto-Rico-Match hatte Verbandsboss Werner von Moltke "grünes Licht" für eine Zusammenarbeit bis Peking 2008 gegeben.

Der nach dem insgesamt fünften Erfolg beim Endrunden-Comeback nach zwölf Jahren sichtlich erleichterte Bundestrainer meinte: "Jetzt kann sich auch der Präsident freuen. Und in der gefühlten Weltrangliste sind wir jetzt schon ein ganzes Stück besser als der momentane 32. Rang." Die deutsche Auswahl macht bei dem Championat etwa zehn Plätze gut.

© SID

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