Volleyball WM
Deutsche Volleyballer weiter auf Erfolgskurs

Bei der Weltmeisterschaft in Japan bleiben die deutschen Volleyballer weiter auf Erfolgskurs. Im dritten Vorrundenspiel setzte sich das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu gegen Griechenland deutlich 3:0 durch.

Die deutschen Volleyballer haben auch ihr drittes WM-Spiel gegen Griechenland gewonnen und vorzeitig den Einzug in die Zwischenrunde geschafft. Einen Tag nach dem überraschenden 3:0 (25:14, 25:23, 25:20) über Kuba feierte das Team mit einem 3:0 (25:22, 28:26, 25:21) gegen Griechenland am Sonntag in Fukuoka den dritte Sieg in Serie und weckte als Tabellenführer in Pool B Hoffnungen auf weitere Glanztaten.

"Die Jungs haben diesen Erfolg verdient, sie sind lange Zeit nur belächelt worden. Deutschland hat noch nie so eine Mannschaft gehabt, die ganze Nation kann stolz sein", sagte Bundestrainer Stelian Moculescu. An das goldene WM-Team der DDR 1970 in Sofia dachte der gebürtige Rumäne in der ersten Euphorie freilich nicht.

"Wir müssen auf dem Boden bleiben"

Die Spieler wollen sich aber nicht verrückt machen. "Wir müssen auf dem Boden bleiben", meinte Kapitän Frank Dehne: "Wir wollen nicht mit Medaillenträumen oder Platzierungswünschen Druck aufbauen." Routinier Stefan Hübner, der in vielen wichtigen Aktionen kühlen Kopf bewahrte: "Wir denken von Spiel zu Spiel. Das ist eine Lehre von der WM der Frauen. Aber wir machen sicher zur Belohnung eine Dose Bier auf." Der 150malige Auswahlspieler Björn Andrae würde jedem, der jetzt einen Podestplatz für realistisch hält, einfach "einen Vogel zeigen".

Gegen den Weltliga-Zweiten Frankreich (Dienstag/10.00 Uhr MEZ) und Olympiasieger Brasilien (Mittwoch/6.00 Uhr) geht es nun erstmal um schon für die Zwischenrunde in Hiroshima zählende Pluspunkte. Momentan führt der Weltranglisten-32. Deutschland die Sechser-Gruppe vor den Franzosen an, die gegen Titelverteidiger Brasilien mit einem 3:1 ihren dritten Erfolg einfuhren. "Wir haben gegen die Franzosen eine Chance, aber wir sind nicht die Favoriten", meinte Außenangreifer Marcus Popp. Auch Moculescu will "freilich das nächste Spiel gewinnen".

Im deutschen Team gab es gegen den sieglosen Olympiafünften Griechenland keinen Ausfall. Einen glänzenden Tag erwischte gegen den in der Weltrangliste gleich um 23 Plätze besseren Rivalen der 25-jährige Popp, mit elf Zählern bester Punktesammler. Wichtig sei, so Hübner, dass man diesmal in kritischen Situationen ruhig geblieben sei und keine Panik bekommen habe. "Und es sprang immer ein anderer Akteur in die Bresche. Das macht den Charakter dieser Mannschaft aus", so der 31-Jährige.

Schöps gegen Kuba bester Punktesammler

Gegen den durch eine Dopingsperre geschwächten Weltliga-Siebten Kuba hatten am Samstag die Nerven phasenweise mächtig geflattert, vor allem dann, wenn die Mannschaft klar in Führung lag. Im zweiten Abschnitt gelang beispielsweise erst beim siebten Satzball durch einen Netzfehler des Gegners das 25:23. Bester Punktesammler war Jochen Schöps mit 16 Zählern.

"Der Erfolg war enorm wichtig für unser Selbstvertrauen", meinte Zuspieler Simon Tischer. Gegen die Griechen war das bereits zu spüren, erstmals tauten die jungen Burschen richtig auf und bejubelten lautstark geglückte Aktionen. Die Wechselspieler stachelten mit ihrem rhythmischen Klatschen die Zuschauer zum Beifall an.

Den zweiten Erfolg relativierte Moculescu ein wenig. "Die Kubaner sind eine junge Mannschaft, da fehlt Erfahrung. Sie kommen über die Athletik, ansonsten ist da nicht viel", so der Meistercoach aus Friedrichshafen: "Der Juantorena geht denen schon ab."

Der Weltverband Fivb hatte unmittelbar vor dem WM-Start den herausragenden Blocker Portuondo Juantorena nach einer positiven Dopingprobe vorläufig gesperrt. Kubas Coach Roberto Garcia wich einer diesbezüglichen Nachfrage bei der Pressekonferenz aus und begründete die Pleite stattdessen mit "mangelnder Konzentration".

© SID

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