Volleyball WM
DVV-Frauen mühen sich in die WM-Zwischenrunde

Trotz eines verschlafenen Beginns beim 3:0 über Kroatien haben die deutschen Volleyballerinnen bei der WM in Japan vorzeitig die Zwischenrunde erreicht.

Die "Schmetterlinge" tanzten erleichtert auf dem Spielfeld und auch Bundestrainer Giovanni Guidetti fiel ein gewaltiger Stein vom Herzen: Trotz eines Stolperstarts haben die deutschen Volleyballerinnen Kroatien am Ende standesgemäß 3:0 (26:24, 25:18, 25:21) besiegt und vorzeitig die Zwischenrunde der WM in Nagoya erreicht. Im letzten Vorrundenspiel in Matsumoto geht es am Mittwoch gegen Thailand schon um wichtige Punkte für das gesteckte Ziel Platz acht.

"Ich war sehr unter Stress, das war ganz ein wichtiges Spiel. Für mich war es bei dieser starken Gruppe nicht selbstverständlich, dass wir nach Nagoya gehen. Jetzt ist alles möglich", sagte Guidetti. Seine Mannschaft habe nervös begonnen, aber letztlich hätten sich Geduld und Disziplin ausgezahlt.

Gedanklich war die Mannschaft im ersten Satz offenbar noch am vorangegangenen Ruhetag. Die Kroatinnen zogen schnell deutlich davon und Guidettis Team hatte schwer zu kämpfen, den Rückstand aufzuholen. Besonders der sonst so verlässliche Block offenbarte immer wieder Lücken, so dass Guidetti Kapitän Christiane Fürst früh vom Feld nahm.

Nach vielen Fehlern und einigen kuriosen Ballwechseln war dann auch das Ende des ersten Durchgangs bezeichnend für den Spielverlauf. Ein Aufschlag von Zuspielerin Kathleen Weiß berührte erst das Netz und sprang dann von einer Kroatin zur nächsten und von da ins Aus.

Guidettis Ansage fruchtet

Trainer Guidetti redete in der Pause eindringlich und wild gestikulierend auf seine Schützlinge ein. Die mahnenden Worte des Italieners trugen schnell Früchte, das Team war deutlich präsenter auf dem Feld und ließ den Kroatinnen in den Sätzen zwei und drei keine Chance. Nach 81 Minuten schmetterte Maren

Matchwinner waren neben der für Fürst eingewechselten Kathy Radzuweit Diagonalangreiferin Margareta Kozuch mit 19 Punkten und Zuspielerin Weiß. "Kathleen muss ich besonders gratulieren. Sie spielt eine herausragende WM. Sie führt perfekt Regie", lobte Guidetti.

Gegen das starke Thailand muss sich die deutsche Mannschaft allerdings deutlich steigern und vor allen Dingen vom ersten Ballwechsel an hellwach sein. "Ohne Disziplin verlieren wir da 0:3 in 50 Minuten", mahnte Guidetti. Der 38-Jährige ist allerdings trotz der jüngsten 1:3-Niederlage beim Grand Prix im August fest vom einem Sieg überzeugt: "Das ist jetzt ein anderes Team. Damals hatten wir eine schlechte Phase und keine gute Stimmung."

Da Thailand die Zwischenrunde sehr wahrscheinlich ebenfalls erreichen wird, würden die Punkte gegen die Asiatinnen mitgenommen. Bei einem Sieg hätte Deutschland in Nagoya, wo es voraussichtlich auf Olympiasieger Brasilien, Europameister Italien, die Niederlande und Tschechien trifft, bereits fünf Punkte auf dem Konto und läge vorläufig auf Rang vier. Die beiden besten Teams der Achtergruppe ziehen ins Halbfinale ein. Die Dritt- und Viertplatzierten spielen um die Plätze fünf bis acht.

© SID

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