Volleyball WM
DVV-Frauen spielen um Platz sieben

Bei der Volleyball-WM in Tokio verloren Deutschlands Volleyballerinnen das erste Platzierungsspiel gegen die Türkei mit 2:3. Damit spielt das DVV-Team um den siebten Platz.

Bis zum letzten Ball gekämpft, einen Matchball abgewehrt - und am Ende doch verloren: Die deutschen Volleyballerinnen spielen bei der WM in Japan um Platz sieben. Im ersten Match der Runde um die Ränge fünf bis acht unterlag das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti der Türkei nach einer tollen Aufholjagd mit 2:3 (23:25, 18:25, 25:14, 25:20, 11:15). Letzter Gegner des Turniers ist am Sonntag (7.30 Uhr MEZ) in Tokio Serbien.

"Mein Team ist nach der langen WM sehr müde, aber wir haben auch nach dem schlechten Start nicht aufgegeben. Die Türkei hatte am Ende mehr Reserven und verdient gewonnen", sagte Guidetti.

Letztlich machte der türkische Superstar Neslihan Darnel nach zweistündigem Kampf den Unterschied. Die erfolgreichste Punktesammlerin der WM verbuchte nicht nur 26 Zähler, sondern machte mit nahezu unblockbaren Diagonalangriffen auch drei der letzten fünf Punkte des Matches. Die 20 000 Dollar Prämie als Top-Scorerin der WM sind Darnel kaum noch zu nehmen.

DVV-Team vom türkischen Offensivdrang überrascht

In den ersten beiden Sätzen hatte die deutsche Mannschaft ihren Trainer noch fast zur Verzweiflung getrieben. "Eigentlich waren wir gut eingestellt auf den Gegner, aber dass sie so konsequent angreifen, hat uns doch überrascht", sagte Kapitän Christiane Fürst. Vor allem Top-Scorerin Margareta Kozuch fand nicht ins Spiel und wurde von Guidetti im zweiten Satz kaum eingesetzt.

"Wir mussten uns heute regelrecht reinkämpfen", sagte Fürst. Das gelang bravourös, der DVV-Express kam im dritten Satz richtig ins Rollen und entschied auch den vierten Durchgang für sich. Großen Anteil hatte die wieder erstarkte Kozuch, die am Ende auf 18 Punkte kam. Im Tie-Break führte das deutsche Team bereits 6:3, geriet dann aber durch leichte Fehler 6:8 in Rückstand. Die Türkei drehte noch einmal richtig auf und ließ den müden Schmetterlingen keine Chance.

Halle erwies sich nicht als Glücksbringer

Vor dem Spiel war Guidetti trotz der leichten Fitness-Sorgen sehr zuversichtlich. "Das Hotel und die Halle sind unsere Glücksbringer. Hier haben wir letztes Jahr beim Grand Prix gespielt und gewohnt", sagte der Italiener. Sein Team hatte die Mini-WM vor gut elf Monaten überraschend auf Platz drei beendet.

Den eigens zur Finalrunde angereisten Sportdirektor Günter Hamel dürfte die knappe Niederlage vor allem mit Blick auf die Weltrangliste ärgern. Deutschland kann vom derzeit 15. Platz einen großen Sprung nach vorn machen, was im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation enorm wichtig ist.

Hamel vertritt Präsident Werner von Moltke in der asiatischen Hauptstadt. Der 74-Jährige wollte sich die letzten Spiele der DVV-Frauen eigentlich nicht entgehen lassen, sagte die Reise allerdings aufgrund eines Hexenschusses ab und drückte vom heimischen Sofa aus die Daumen.

© SID

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