Volleyball WM
DVV-Team bei der WM weiter nicht zu stoppen

Die deutschen Volleyballer eilen bei der Weltmeisterschaft in Japan von Sieg zu Sieg. Der 3:1-Triumph gegen Frankreich war für das Team von Bundestrainer Stelian Moculescu der vierte Erfolg im vierten Spiel.

Der Siegeszug der deutschen Volleyballer bei der WM-Endrunde in Japan hat sich auch im vierten Match fortgesetzt. Die bereits für die Zwischenrunde qualifizierte Mannschaft von Bundestrainer Stelian Moculescu gewann gegen den zuvor ungeschlagenen Weltliga-Zweiten Frankreich 3:1 (22:25, 25:21, 28:26, 25:22). Letzter Kontrahent im Vorrunden-Pool B ist am Mittwoch (6.00 Uhr MEZ) Olympiasieger Brasilien.

"Das Wort Medaille muss ich jetzt in der Kabine nicht verbieten, das wird gar keiner in den Mund nehmen - da bin ich sicher", sagte Moculescu: "Diese Truppe hat Charakter. Jetzt ist erstmal für eine Stunde seelisches Feiern und Reinigen angesagt. Ich freue mich, denn diese Mannschaft hat sieben Jahre trockenes Brot gefressen." Von der Leistung in den 117 dramatischen Minuten war aber selbst er "überrascht". Es sei ein emotionaler Auftritt seiner Jungs gewesen. "Aber auch mit kühlem Kopf", meinte der 56-Jährige.

"Gebe eine Runde Cola aus"

Als "richtig happy" beschrieb Diagonalangreifer Christian Pampel seine Gefühlslage. Als feste Größe nach Japan gereist, kam er bei den ersten drei Siegen nur zu unglücklichen Kurzeinsätzen. Diesmal brachte ihn Moculescu am Ende des ersten Satzes und leitete damit die Wende ein. Pampel leistete sich in seinem 150. Länderspiel kaum einen Fehler, war die Ruhe in Person und machte insgesamt 14 zumeist wichtige Punkte: "Ein tolles Gefühl. Ich gebe eine Runde Cola aus, wir werden die 150 Euro Prämie für das Jubiläum auf den Kopf hauen."

Moculescu sieht die Brasilianer trotz deren Niederlage gegen Frankreich als "noch ein anderes Kaliber". Seine Truppe ist freilich hungrig auf weitere Glanztaten, auch gegen den Titelverteidiger. "Wie wir gegen die Brasilianer gewinnen können, das muss uns der Bundestrainer sagen", meinte Kapitän Frank Dehne grinsend. Laut Moculescu werde man aber nun nicht den Fehler wie die Frauen machen, die angefangen hatten, sich nach einem starken Start selbst "hochzuhandeln".

"Ruhig geblieben und schwere Bälle rausgeholt"

Das Selbstvertrauen war sichtbar gestiegen, dennn die deutsche Auswahl überstand gegen den Weltklasse-Kontrahenten Frankreich auch kritische Phasen mit Bravour. Besonders zu Beginn des zweiten Abschnittes brillierte der in den letzten Jahren meist überlegene Rivale mit dem ersten Satzgewinn im Rücken. "Es war deprimierend, aber wir sind ruhig geblieben und haben schwere Bälle rausgeholt", so Zuspieler Simon Tischer.

Einwechsler Jochen Schöps machte schließlich mit drei Assen in Serie den 1:1-Ausgleich perfekt. Auch als im dritten Satz bei einer 17:10-Führung ein Sieben-Punkte-Vorsprung auf nur einen Zähler schrumpfte, kippte das Moculescu-Team nicht um. Beste Punktesammler waren die Außenangreifer Marcus Popp mit 17 und Björn Andrae mit 16 Zählern.

Für die am Samstag beginnenden Zwischenrunde hat die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) nun bereits 4:0 Punkte sicher. "Die hätte ich vor der WM ohne Antreten sofort genommen", so Moculescu.

Griechenland ausgeschieden

Nun führen seine Mannen die Tabelle in Vorrunden-Pool B mit 8:0 Zählern vor den ebenfalls qualifizierten Brasilianern und Franzosen (jeweils 6:2) an. Ausgeschieden sind die sieglosen Griechen und Australier. Für die deutsche Achter-Gruppe in Hiroshima haben sich außerdem schon der Weltliga-Vierte Bulgarien und der Olympiazweite Italien aus der Gruppe C qualifiziert.

© SID

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