Volleyball WM
"Schmetterlinge" ohne Chance gegen Brasilien

Die deutschen Volleyball-Damen haben in der WM-Zwischenrunde gegen Brasilien verloren. Das Team von Trainer Giovanni Guidetti unterlag den Südamerikanerinnen in Osaka deutlich 0:3 (16:25, 22:25, 15:25).

Deutschlands Volleyballerinnen haben die Chance auf das Halbfinale bei der Weltmeisterschaft in Japan verspielt. Das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti unterlag im vorletzten Zwischenrundenspiel gegen den Topfavoriten Brasilien mit 0:3 (16:25, 22:25, 15:25). Damit hat das deutsche Team 6:6 Punkte auf dem Konto und kann mit einem Sieg im letzten Spiel gegen die USA am Sonntag (6 Uhr MEZ) noch die Platzierungsspiele um die Ränge fünf bis acht erreichen. Damit wäre das vor der WM gesetzte Ziel achter Platz erreicht.

"Die Brasilianer haben wie vom anderen Stern gespielt, die holen hier Gold. Aber wenn wir hier die Spiele um die Plätze fünf bis acht erreichen, ist das mehr als das Maximum für unsere Mannschaft", meinte Bundestrainer Giovanni Guidetti nach 70 Lehrminuten mit dem klaren Resultat 16:25, 22:25, 15:25. Die Teilnahme an den Platzierungsspielen der besten zwölf Teams ist sicher.

Auch Russland im Halbfinale

Ein Sieg im letzten Zwischenrundenspiel gegen Vizeweltmeister USA am Sonntag (6 Uhr MEZ/live in arena) würde mindestens das ausgegebene WM-Ziel Platz acht garantieren. Hoffnung darauf machte nicht nur die Steigerung gegenüber den ersten Zwischenrundenspielen gegen die Niederlande (2:3) und Puerto Rico (3:0), sondern auch die klare 0:3-Pleite des US-Teams gegen Russland. Der Olympiazweite steht damit genau wie Brasilien (jeweils 12:0 Punkte) im Halbfinale, wo aus der anderen Gruppe Serbien und Montenegro (2:3 gegen Japan) und Titelverteidiger Italien (3:0 gegen Taiwan) warten dürften.

"Wir sind von Brasilien schon ziemlich vorgeführt worden, aber an ans Halbfinale hat bei uns ohnehin niemand mehr gedacht", kommentierte Christiane Fürst: "Die Stimmung in der Mannschaft ist wieder gut, wir sind stark genug, dieses entscheidende Spiel gegen die USA gewinnen." Auch gegen Brasilien hatte die deutsche Mannschaft kurz vor der WM ein Testspiel mit 3:0 gewonnen, doch die Südamerikanerinnen waren an diesem Tag im mit 2 500 Zuschauern erstmals halb gefüllten Muncipal Center von Osaka einfach eine Nummer zu groß. Nur die mit 14 Punkten auch im achten WM-Spiel beste Deutsche Angelina Grün konnte trotz Erkältung mithalten.

Gnadenlos bestrafte der Angriff der Südamerikanerinnen die Fehler der deutschen Annahme. Nur im zweiten Durchgang war das deutsche Team nah an einem Satzgewinn, doch beim Stand von 22:23 gab der japanische Schiedsrichter Osamu Sakaide einen klar im Feld platzierten Block von Fürst Aus. Der wütende Chefcoach Guidetti kassierte eine gelbe Karte vom Referee. Die Folge war ein Strafpunkt, der noch von entscheidender Bedeutung sein könnte.

Selbst knappe Niederlage gegen USA könnte reichen

Bei Punktgleichheit entscheidet nämlich der Quotient aller gespielten Satzpunkte und nicht wie sonst üblich das Satzverhältnis. Vor dem letzten Spieltag ist Deutschland mit 6:6 Punkten punktgleich mit China und der Niederlande Dritter, dahinter kämpft auch die USA (4:8) noch um den Einzug in die Platzierungsspiele um die Plätze fünf bis acht. Selbst eine knappe Niederlage gegen die USA mit zwei Satzpunkten Differenz könnte Deutschland dafür reichen. Position acht würde dem deutschen Team nicht nur einen Aufstieg in die Förderkategorie eins garantieren, sondern wäre auch die beste WM-Platzierung seit Platz fünf bei der WM 1994.

"Genau das hat sich die Mannschaft verdient. Wir müssen die USA schlagen, alles andere zählt nicht. Wenn wir konstant spielen schaffen wir das auch", meinte Grün: "Wir haben uns mit dieser blöden Niederlage gegen die Niederlande den Lauf bei dieser WM genommen. Wir haben zu viel daran gedacht, was hier bis zur Medaille möglich gewesen wäre."

© SID

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