Volleyball WM
Volleyball-Damen halten sich gegen Mexiko schadlos

24 Stunden nach dem 3:0-Auftaktsieg über die Dominikanische Republik haben die deutschen Volleyball-Damen auch ihre zweite Begegnung bei der WM in Japan gewonnen. Gegen Mexiko feierte das Team einen 3:0-Erfolg.

Perfekter Auftakt für die deutschen Volleyball-Damen bei der Weltmeisterschaft in Japan. Das Team hat beim 3:0 (25:18, 25:21, 25:19) über Mexiko den zweiten Sieg ohne Satzverlust gefeiert und damit die Tabellenführung in der Gruppe B übernommen. 24 Stunden nach dem 3:0 gegen die Dominikanische Republik dürfte das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti damit das Ticket für die zweite Runde fast schon gelöst haben.

"Wir haben das Minimalziel zweite Runde praktisch erreicht und eine perfekte Ausgangsposition für die restlichen drei Vorrundenspiele gegen die großen Volleyball-Nationen", meinte Verbands-Vizepräsident Götz Moser und versprach schon 2 500 Euro pro Kopf für das Erreichen des anvisierten achten Platzes: "Aber natürlich träumt man da auf der Tribüne auch schon mal von einer Medaille, das Team macht das insgeheim doch auch."

Der erste WM-Podestplatz für ein deutsches Frauen-Team in der Historie ist zwar noch sehr weit entfernt, immerhin nahmen die Spielerinnen als Momentaufnahme aber schon eine bessere Bilanz in der Gruppe B als der Olympiazweite Russland und Olympiasieger China (jeweils 6:1 Sätze) mit in den Ruhetag. An zwei deutsche 3:0-Erfolge zum Auftakt einer WM konnte sich jedenfalls niemand erinnern.

Tzscherlich: "Können noch besser spielen"

"Dass wir ganz hier vorn sind, könnte gern am Ende der WM auch noch so sein. Trotz der beiden klaren Siege können wir noch wesentlich besser spielen. Die anderen sollen uns erstmal schlagen, denn wir sind nervenstark", meinte Libero Kerstin Tzscherlich trotz des schweren Restprogramms in der Vorrunde selbstbewusst.

Gegen die nächsten Kontrahenten Russland am Freitag (8 Uhr MEZ/live in arena), Aserbaidschan und China warten schon andere Kaliber auf das deutsche Team. Bundestrainer Giovanni Guidetti: "Ein Sieg wäre gut, zwei ein Traum und drei ein Wunder. Aber mit dieser Mannschaft sind auch Wunder möglich."

Harte Arbeit führte zum mühsamen Triumph gegen das vor allem aus Hausfrauen und Studentinnen bestehende mexikanische Team, Chefcoach Guidetti setzte den kompletten Zwölfer-Kader ein. Nach klaren Führungen in jedem Satz verlor sein Team mit dem "zweiten Anzug" teilweise den Faden, geriet aber dank der starken Zuspielerin Kathleen Weiß und Spielführerin Angelina Grün nie in Gefahr.

Grün überzeugend

Mit insgesamt 32 Punkten in beiden Spielen war Grün einmal mehr die beste Deutsche. "Wir haben gegen die Dominikanerinnen sehr konzentriert gespielt, der 3:0-Pflichtsieg gegen Mexiko war eine schwere Geburt", bilanzierte sie: "Gefeiert wird jetzt noch nicht. Wir wollen so weit wie möglich nach oben, und dafür haben wir noch nichts in den Händen."

Die Ergebnisse der Vorrunde werden mit in die Zwischenrunde nach Osaka genommen, dorthin dürfte das deutsche Team von den ausstehenden drei Gegnern begleitet werden. Der Respekt vor den Deutschen ist enorm gewachsen - das hat das viel schneller, selbstbewusster und variabler als früher aufspielende Team vor allem der sechsmonatigen Arbeit von Chefcoach Guidetti zu verdanken.

"Die Deutschen sind eine sehr gefährliche Mannschaft und haben einen guten Trainer", meinte Giovanni Caprara, italienischer Coach des nächsten deutschen Gegners Russland.

© SID

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