Volleyball WM
Volleyballer kämpfen um Achtungserfolg in der Welt

Die deutschen Volleyballer kämpfen ab heute in Japan um den WM-Titel, jedoch ist Edelmetall eher illusorisch für die Herren. Zielvorgabe von Coach Stelian Moculescu ist es, sich Respekt in der Weltspitze zu verschaffen.

Dass die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Herren mit einer Medaille im Gepäck von der Weltmeisterschaft in Japan nach Hause kommt ist illusorisch. Jedoch erwartet Verbandschef Werner von Moltke einen respektablen Auftritt. Die deutschen Volleyballer kämpfen ab heute bei ihrem Endrunden-Comeback nach zwölf Jahren um Achtungserfolge in der Weltspitze und wollen so für Unterstützung auf dem Weg zu den Olympischen Sommerspielen 2008 werben.

"Ein Abschneiden bis Rang zehn ist erstrebenswert, das würde uns weiterhelfen. Wir müssen schließlich Sponsoren kriegen, die sich bis Peking 2008 hinter diese Mannschaft stellen", erklärte von Moltke. Düsseldorf stehe für das Olympia-Qualifikationsturnier im Mai 2008 beispielsweise bereit, nun müsse er noch Weltverbandspräsident Ruben Acosta überzeugen.

Eine WM-Pleite, sprich ein schnelles Ausscheiden, ist aber nicht ausgeschlossen. Auch wenn immerhin jeweils vier der sechs Teams in den vier Vorrunden-Gruppen die zweite Runde erreichen. Der Pool B mit Deutschland in Fukuoka ist unbestritten eine echte "Hammer-Gruppe". Deutschland muss als Weltranglisten-32. gegen Australien (heute/10.00 Uhr MEZ), Kuba (Samstag/10.00), Griechenland (Sonntag/8.00), den Weltliga-Zweiten Frankreich (21.November/10.00) und Titelverteidiger Brasilien (22. November/6.00) mindestens zwei Siege landen.

Moculescu: Wenn wir genauso starten wie die Damen, schwimme ich zurück

"Wenn wir einen so erfolgreichen Start wie die Frauen hinlegen, schwimme ich nach der WM zurück", meinte Bundestrainer Stelian Moculescu: "Ich denke erstmal nur an die Vorrunde." Diese müsse man zunächst - so wie von den Damen gerade vorgemacht - überstehen. Die Partien gegen Australien und Griechenland sind dabei zweifellos die entscheidenden Duelle. "Dann wissen wir, wo es bei dieser WM für uns hingeht", so der 56-Jährige.

Trotz der immensen Bedeutung der WM für den deutschen Männer-Volleyball macht von Moltke die weitere Zusammenarbeit mit Moculescu als Bundestrainer nicht von einer konkreten Platzierung abhängig: "Wir planen mit ihm bis zu den Sommerspielen, aber wir wollen nach der WM nochmal ein Gespräch führen."

Ausgeschlossen ist eine Veränderung nicht. "Es ist nun mal so, dass Erfolge im Sport im Vordergrund stehen", sagt der rührige Verbandsboss. Außerdem müsse man auch sehen, ob Moculescu überhaupt weitermachen will und kann. Er nehme als Trainer der Auswahl und des VfB Friedrichshafen schließlich eine riesige Belastung auf sich, und in einem bestimmten Alter müsse man auch auf die Gesundheit achten. Von Moltke: "Es soll nicht heißen, dass wir ihn nicht haben wollen."

Ausschließlich Auslands-Legionäre im Kader

Die mit Legionären gespickte Mannschaft steht hinter "Stelu", der sei 1999 die Geschicke der Auswahl lenkt und schon einige Anfeindungen aus dem Umfeld überstand. Jüngster Erfolg war im September die Qualifikation für die EM-Endrunde 2007. Neben Simon Tischer vom deutschen Serienmeister Friedrichshafen bilden ausschließlich im Ausland beschäftigte Profis den Stamm einer Truppe, die an den neunten Rang von 1994 herankommen soll.

Diagonal-Angreifer Christian Pampel (Padua), die beiden Außen Marcus Popp (Montechiari) und Björn Andrae (Padua) sowie Mittelblocker Stefan Hübner (Trento) spielen in Italien. Der 2,07m lange Mittelblocker Norbert Walter (Montpellier) und Libero Thomas Kröger (Wien) stehen in Frankreich und Österreich unter Vertrag.

"Wir dürfen nicht immer Angst haben, müssen auch mal Optimismus ausstrahlen", gibt von Moltke das Motto aus. Der Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) verzichtet auf den Trip nach Asien, er will in der Heimat für weitere Unterstützung kurbeln.

© SID

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