Volleyball WM
Von Moltke: "Plätze fünf bis acht sind das Ziel"

Forsche Töne aus dem Lager der deutschen Volleyballerinnen vor der WM in Matsumoto: "Ich bleibe dabei, die Plätze fünf bis acht sind das Ziel", so DVV-Präsident Werner von Moltke.

Trotz des Ausfalls der einstigen Frontfrau Angelika Grün und der nicht überzeugenden Platzierungen bei den vergangenen Weltmeisterschaften gehen die deutschen Volleyballerinnen mit einer ambitionierten Zielsetzung in das Turnier im japanischen Matsumoto. Der Sport-Informations-Dienst (SID) hat mit Werner von Moltke, Präsident des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), gesprochen.

SID: "Herr von Moltke, die vergangenen Weltmeisterschaften waren mit den Plätzen 13, zehn und elf nicht gerade berauschend. Was erwarten Sie in diesem Jahr vom deutschen Team?"

Werner von Moltke: "Ich bleibe dabei, die Plätze fünf bis acht sind das Ziel. Das ist auch kein Rucksack, den ich da packe, denn die Frauen wollen den Erfolg auch."

SID: "Von einer Medaille träumen Sie nicht?"

Von Moltke: "Der große Traum ist es, unter die besten sechs Teams zu kommen. Das bleibt bei einer WM in Erinnerung und würde für uns das Tor in eine neue Dimension aufstoßen. Die Plätze sieben und acht sind da schon fast Mittelmaß, obwohl es gute Plätze sind."

SID: "Einen großen Favoriten, den alle Teams fürchten müssen, gibt es laut Bundestrainer Giovanni Guidetti bei dieser WM nicht ..."

Von Moltke: "Es gibt einige Mannschaften, die auf Augenhöhe mit uns sind, wie zum Beispiel die Niederlande. Da kommt es dann darauf an, dass man taktisch einfach besser spielt und die richtigen Schachzüge macht. Guidetti sagt ja selbst, dass sie jedes Team der Welt schlagen können. Bei so einem langen Turnier kommt es aber auch auf die richtige Dosierung an. Das ist wie ein Zehnkampf, da wird am Ende abgerechnet."

SID: "Der Verband wartet ja seit Jahren auf einen großen Erfolg in der Halle ..."

Von Moltke: "Der Durchbruch wäre so unglaublich wichtig. Das gilt besonders für die Fernsehübertragungen. Dann hätte man etwas, auf das man verweisen kann. Das öffnet dann auch die Türen zu neuen Sponsoren. Im Beachvolleyball ist das schon gelungen, da stellen wir mit Julius Brink und Jonas Reckermann die Weltmeister. In der Halle müssen wir nachziehen."

SID: "Werden Sie in Japan vor Ort sein?"

Von Moltke: "Erstmal nicht. Wenn es ganz, ganz gut läuft, fliege ich rüber. Aber das ist ja auch immer eine Kostenfrage, wenn man kurzfristig reist. Und mit dem Segelflugzeug dauert das zu lange."

© SID

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