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Volleyballer behalten gegen Ukraine die Nerven

In einem hart umkämpften Spiel der WM-Qualifikation in Neapel haben Deutschlands Volleyballer einen knappen 3:2-Sieg gegen die Ukraine eingefahren. Für die Teilnahme an der WM muss nun noch ein Sieg her.

Mit starken Nerven und großem Kampf haben Deutschlands Volleyballer auf dem Weg zur ersten WM-Qualifikation seit zwölf Jahren einen erfolgreichen Auftakt quasi erzwungen. Beim Ausscheidungsturnier in Neapel besiegte die deutsche Auswahl den Außenseiter Ukraine in einem wahren Krimi mit 3:2 (34:32, 20:25, 25:17, 27:29, 15:11). In den weiteren Spielen gegen Spanien (Samstag/18.00 Uhr) und dem gastgebenden Europameister Italien (Sonntag/20.30 Uhr) ist nun mindestens noch ein Sieg Pflicht.

Die beiden Vorrundenersten lösen das Ticket für die Titelkämpfe im November 2006 in Japan, der Drittplatzierte erhält beim Relegationsturnier vom 19. bis 21. August in Bulgarien eine zweite Chance. Im Fall des Scheiterns hat Bundestrainer Stelian Moculescu seinen Rücktritt angekündigt.

von Moltke: "Die WM-Qualifikation ist Pflicht"

"Mir fällt ein Stein vom Herzen, zum Glück haben die Jungs die Nerven behalten. Jetzt holen wir uns das WM-Ticket", erklärte Moculescu nach dem fast zweieinhalbstündigen Nervenspiel. Im entscheidenden fünften Durchgang bog seine Mannschaft vor allem dank Blocker Ralph Bergmann einen 8:10-Rückstand noch um. Nachdem das deutsche Team bereits im vierten Satz zwei Matchbälle vergeben hatte, nutzte der überragende Christian Pampel die dritte Chance zum umjubelten Triumph. Überzeugen konnte die vom überraschend aufgebotenen Zuspieler Simon Tischer geführte Mannschaft gegen den vermeintlich schwächsten Gegner in Neapel nur im dritten Satz.

"Die WM-Qualifikation ist Pflicht, diese Chance müssen wir nutzen. Es geht um die Zukunft des deutschen Männer-Volleyballs", hatte Verbandschef Werner von Moltke vor dem Turnier erklärt. Vom Ergebnis hängen nach zuvor verpasster Qualifikation für Olympia 2004 und die EM 2005 sowohl die zukünftige Bundesförderung als auch das Engagement des Hauptsponsors ab. Die deutschen Damen hatten sich bereits zuvor für die WM in Japan qualifiziert.

© SID

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