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Volleyballerinnen peilen EM-Medaille an

Eine Medaille haben sich die deutschen Volleyball-Damen für die EM in Kroatien fest vorgenommen. Mit einem Auftaktsieg am heutigen Samstag gegen Serbien und Montenegro wäre der erste Schritt getan.

Mit dem deutschen Damen-Volleyball ging es in den vergangenen Jahren stetig nach oben. Nun soll der Aufwärtstrend in die zehnte EM-Medaille der Geschichte münden. Heute bestreiten die DVV-Damen bei den Titelkämpfen in Kroatien ihr erstes Turniermatch gegen Serbien und Montenegro. "Das deutsche Volleyball ist auf dem Weg nach oben, es wäre schon schön, wenn die Mädchen eine Plakette mitbringen", sagte Verbandschef Werner von Moltke vor dem am heutigen Samstag beginnenden Turnier: "So zwischen Platz drei und fünf sollte es auf jeden Fall werden, schließlich sind wir für jede Überraschung gut."

Vor zwei Jahren führte die überragende Spielführerin Angelina Grün das deutsche Team zu EM-Bronze, im Halbfinale schien bei einer zwischenzeitlichen 2:1-Satzführung gegen den späteren Champion Polen sogar der erste Titel seit Gold für die DDR im Jahr 1987 möglich.

Auch diesmal ist Angelina Grün, der einzige Star im deutschen Team, rechtzeitig zum Saisonhöhepunkt wieder in Höchstform. Die Bedingungen in Zagreb mit dem nur zwei Minuten von der Spielhalle gelegenen Hotel sind ideal, das Podest ist das Ziel. "Es ist ein sehr ausgeglichenes Teilnehmerfeld, jeder kann jeden schlagen", sagt Grün: "Natürlich träumen wir von einer Medaille."

Fünf Ausfälle

Bundestrainer Hee Wan Lee hört das nicht so gern, schließlich fehlen ihm Zuspielerin Tanja Hart (Pause), Judith Sylvester (Schwangerschaft), Margarethe Kozuch (Schule), Atikaa Bouagaa und Birgit Thumm (beide verletzt) als wichtige Leistungsträgerinnen. Trotzdem schaffte sein dezimiertes Team in Dresden die Qualifikation für die WM 2006 und besiegte dabei den amtierenden Europameister Polen mit 3:1 - ein gutes Omen für Zagreb.

Polen ist diesmal der zweite Vorrundengegner nach dem eminent wichtigen Auftaktspiel gegen Serbien und Montenegro. "Danach wissen wir, wo die Reise hingeht. Die Mädchen geben sich viel Mühe, aber sie unterliegen noch großen Leistungsschwankungen", sagt Chefcoach Lee. Deshalb visiert er nach den weiteren Vorrundenspielen gegen Geheimfavorit Aserbaidschan, Gastgeber Kroatien und Rumänien mindestens Platz vier in der Gruppe an, der eine Position unter den Top Acht in Europa garantieren würde. Die besten sechs Nationen qualifizieren sich für die nächste EM 2007 in Luxemburg.

"Einmaliger Teamgeist"

Auf der Grundlage der Weltranglistenposition sind in der Gruppe 1 Deutschland und Polen die klaren Favoriten auf die beiden Halbfinalplätze. In der anderen Vorrundengruppe spielen mit Weltmeister Italien und dem Olympiazweiten Russland die Favoriten auf den Titel, aber auch diese Mannschaften hat das deutsche Team schon geschlagen. "Unsere Mannschaft lebt viel von ihrem einmaligen Teamgeist. Wenn wir uns in eine Euphorie reinsteigern, ist alles möglich", glaubt Grün.

Am wichtigsten wird sein, wie gut die international unerfahrene Julia Schlecht ihre Rolle als Spielmacherin ausfüllen kann. Zumindest Verbandschef von Moltke macht sich aber keine Sorgen und hat sogar noch eine besondere Motivationshilfe auf dem Weg zur Medaille parat: "Von der Sporthilfe gibt´s eine Geldprämie. Vom Verband einen Kuss vom Präsidenten."

© SID

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