Vor den Slalomläufen
Miller in der Kombination auf Goldkurs

US-Superstar Bode Miller ist bei den Olympischen Winterspielen auf dem besten Weg zu seiner ersten Goldmedaille.

HB TURIN. Der Gesamtweltcup-Sieger erzielte bei der alpinen Kombination in der Abfahrt in 1:38,36 Minuten die beste Zeit und hat vor den beiden Slalom-Läufen am Abend in Sestriere 0,32 Sekunden Vorsprung vor dem Schweizer Didier Defago, der 1:38,68 Minuten benötigte. Dritter ist der im Slalom allerdings schwächer eingeschätzte Italiener Peter Fill in 1:39,22 Minuten. Deutsche Skirennfahrer waren nicht am Start.

Goldfavorit Benjamin Raich aus Österreich muss nach einer schwachen Abfahrt auf Patzer der Konkurrenten im Slalom hoffen, um sich seinen Traum vom Olympia-Gold noch erfüllen zu können. In 1:40,42 Minuten rangiert der im Gesamtweltcup Führende mit 2,06 Sekunden Rückstand auf Miller nur auf dem 13. Rang. "Ich habe einen blöden Fehler gemacht. Ausgerechnet da, wo man Tempo mitnehmen muss. Im Slalom ist viel möglich, aber Gold wird sehr schwierig", sagte der 27-Jährige.

Für Kjetil-Andre Aamodt war die Hoffnung auf das vierte Olympia- Gold schon vor dem Start vorbei. Der Kombinations-Sieger von Salt Lake City 2002 musste wegen seiner in der Spezialfahrt am Sonntag erlittenen Knieverletzung doch passen. "Die Schmerzen sind zu groß gewesen", sagte der Norweger. Der siebenfache Medaillensieger bei Winterspielen muss für sein achtes Edelmetall nun auf den Super-G am Samstag setzen.

Miller zeigt sich nach dem für ihn enttäuschenden fünften Rang in der Spezialabfahrt wieder in guter Form. Trotz der hohen und damit ungünstigen Startnummer 32 dominierte der Kombinations-Weltmeister von 2003 das Feld. Nach den Silbermedaillen in Kombination und Riesenslalom vor vier Jahren in seiner Heimat bot sich dem 28- Jährigen die große Chance auf Gold. Dennoch gab sich der eigenwillige Athlet einsilbig: "Ich bin genauso gefahren, wie in den letzten Tagen auch. Mehr gibt es nicht zu sagen."

Der nach der Abfahrt direkt hinter Miller rangierende Defago zeigt sich kämpferisch. "Ich freue mich, dass ich bei Olympia vorne mitfahren kann. Mal sehen, was noch möglich ist", sagte er. Beim Kombinations-Weltcup im Dezember in Val d'Isére war Sieger Defago wegen einer zu hohen Bindungsplatte am Ski nachträglich disqualifiziert worden.

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