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Wallau weiter ohne Bundesliga-Lizenz

Ein Antrag von Handball-Bundesligist SG Wallau-Massenheim, sich das Startrecht für die Saison 2005/2 006 per einstweiliger Verfügung zu sichern, ist vom Landgericht Dortmund zurückgewiesen worden.

Der Versuch des Handball-Bundesligisten SG Wallau-Massenheim, sich per einstweiliger Verfügung das Startrecht für die Saison 2005/2 006 zu sichern, ist missglückt. Die 13. Kammer des Landgerichts Dortmund wies den Antrag der Hessen ebenso zurück wie den des Zweitligisten SG Willstätt/Schutterwald.

Auch EHF-Cup-Sieger Tusem Essen, dessen Fall ebenfalls am Donnerstag vor dem LG Dortmund behandelt wurde, muss weiter um seine Lizenz bangen. Der Traditionsklub stellte allerdings nicht wie erwartet einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung. Die Handball-Bundesliga (HBL) verzichtete ihrerseits auf einen Antrag auf Erlass eines Versäumnisurteils. Das Verfahren ruht nun, kann aber jederzeit von Tusem oder von der HBL wieder aufgenommen werden.

Die HBL und alle drei Klubs wollen nun zunächst den Spruch des Ständigen Schiedsgerichts der Lizenzvereine abwarten, das am kommenden Donnerstag in Minden tagt und letzte sportliche Instanz ist. Die Klubs können zudem auch das Oberlandesgericht Dortmund als nächsthöhere Instanz anrufen.

Lizenzentzug wäre Premiere in der Bundesliga

Essen, Wallau und Willstätt hatten genau wie die Zweitligisten Reinickendorfer Füchse Berlin und SG Werratal von der Handball-Bundesliga zuvor in zwei Instanzen unter anderem aus wirtschaftlichen Gründen keine Lizenz für die kommende Saison erhalten. Das Landgericht folgte nun der Auffassung der Liga. Das Ständige Schiedsgericht der Lizenzvereine wird sich am kommenden Donnerstag in Minden als dritte und letzte sportliche Instanz mit den Fällen befassen. Die neue Saison beginnt Anfang September.

Seit Einführung des Lizenzierungsverfahrens hatte es in der Bundesliga noch nie einen Lizenz-Entzug gegeben. Der PSV Hannover (1982/83), der TSV Milbertshofen (1992/93), der OSC Rheinhausen (1997/98) und der TV Niederwürzbach (1998/99) traten aus wirtschaftlichen Gründen während oder nach der Saison den Rückzug aus der Bundesliga an. 1999/2000 stand der VfL Gummersbach vor dem Aus. Ein Votum des DHB-Vorstandes um den Gummersbacher DHB-Präsidenten Ulrich Strombach rettete aber damals den Rekordmeister.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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