Warum Bremens Nationalspieler Fabian Ernst demnächst lieber beim heutigen DFB-Pokalgegner Schalke 04 spielt
Herz mit Verstand

Warum Bremens Nationalspieler Fabian Ernst demnächst lieber beim heutigen DFB-Pokalgegner Schalke 04 spielt.

BREMEN. Es ist recht einfach im Bremer Weserstadion, den Kameras und Mikrofonen zu entkommen. Man macht es einfach so, wie es Johan Micoud Woche für Woche vormacht. Die Diva des Deutschen Meisters geht - ganz egal ob nach Siegen oder Niederlagen - mit dem Schlusspfiff schnurstracks in die Kabine. Kein Applaus für die Fans, keine Geste. Und keine Interviews. Auch Micouds Mitspieler Fabian Ernst hat bisweilen diesen Abgang gewählt.

Doch nach dem ernüchternden 0:1 gegen Hertha BSC ist der 25-Jährige bereitwillig stehen geblieben. Denn Werders Kapitän hatte etwas mitzuteilen: die Sorge, dass sein Verein in diesen Tagen alles verspielt. "Wenn es so weitergeht", mäkelte Ernst, "ist die Champions League überhaupt kein Thema mehr." Und weil heute schon das DFB-Pokal-Halbfinale beim FC Schalke 04 (20.30 Uhr, ARD live) ansteht, sieht er auch die Cup-Verteidigung in Gefahr. "Mit dieser Leistung werden wir nicht gewinnen. Wir müssen uns steigern."

Heute im Pokal, Samstag in der Liga in Leverkusen: Es ist die entscheidende Woche für die Bremer, eine der finalen Werder-Wochen für Fabian Ernst. Nach Oliver Reck, Frank Rost, Mladen Krstajic und Ailton ist es der fünfte Bremer, der gen Westen zum FC Schalke weiterzieht. "Da sind wir den Spielern auch nicht gram", sagt Klubboss Jürgen L. Born, "aber alle sollten so ehrlich sein und zugeben, dass sie wegen des Geldes gehen."

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