Warum United Internet-Chef Dommermuth auf Segeln setzt
„Der America’s Cup passt gut zu unseren Marken“

Geschwindigkeit, Innovation, Teamgeist: Ralph Dommermuth sieht Parallelen zwischen seiner Firma United Internet und dem bedeutendsten Segelrennen der Welt.

MONTABAUR. Montabaur im Westerwald liegt an der A3 und an einer ICE-Hochgeschwindigkeitstrasse. Wenn man im Bahnhof steht und die Züge rasen über einen hinweg, dann kann man sie fühlen: die Geschwindigkeit. Die Türen klappern, der Magen vibriert, der Kopf rauscht. Und dann ist es wieder vorbei. Es ist ruhig, es ist still. Wenn man die Geschwindigkeit verstehen und kontrollieren will, wenn man nicht von ihr hinweg gerissen werden will, ist es gut, wenn man weiß, wie sie sich anfühlt. Vor allem, wenn man mit ihr Geschäfte macht.

So wie Ralph Dommermuth. Der 1,91-Meter-Mann mit schütterem Haar ist der größte Konkurrent der Telekom. Sein Unternehmen "United Internet" macht gute Geschäfte mit dem World Wide Web, das als flatterhaftes und flüchtiges Monster gilt. Der Multi-Millionär hat sogar den Untergang der New Economy überlebt. Es kann deshalb nicht schlecht sein, wenn man selbst aus einer überschaubaren Welt kommt, die sich nicht alle paar Tage überschlägt.

Für den 44-Jährigen liegt seine Heimatstadt "fast in der Mitte Deutschlands". Man glaubt ihm gern, dass er niemals auf die Idee käme, den Hauptsitz seines Unternehmens nach Berlin, Hamburg oder in eine andere große, aber windige Stadt zu verlegen. Stattdessen hat er seinen 400 Mitarbeitern vor Ort ein modernes, helles Gebäude bauen lassen, mit viel Raum und einem schönen Blick.

"Schauen Sie nach draußen, überall Natur." Aber, nein, ein Naturmensch sei er deswegen nicht. "Die Bodenständigkeit ist ein schöner Kontrast zur Schnelllebigkeit des Internets. Wenn ich aus dem Fenster sehe, schaue ich ins Grüne. Ich empfinde das als sehr angenehm."

Auch, wer ihn als waschechten Westerwälder beschreibt, der in Vereinen, im Karneval und auf der Kirmes zuhause ist, der ist bei Dommermuth auf dem Holzweg. Er mag die Menschen, die Stadt. Aber man liegt sicher nicht zu weit daneben, wenn man sagt, Montabaur war für ihn eine pragmatische und bequeme Entscheidung. Schließlich, so hat er mal gesagt, habe er hier morgens kaum eine rote Ampel auf dem Weg zur Arbeit.

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