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Waske und Schüttler im Achtelfinale ausgeschieden

Alexander Waske und Rainer Schüttler sind beim ATP-Turnier auf dem Stuttgarter Weissenhof als letzte deutsche Starter ausgeschieden. Im Achtelfinale verlor Waske gegen Nikolaj Dawydenko, Schüttler unterlag Tomas Berdych.

Doppelspezialist Alexander Waske (Frankfurt/Main) und Rainer Schüttler (Korbach) sind beim ATP-Turnier auf dem Stuttgarter Weissenhof als letzte deutsche Akteure im Achtelfinale gescheitert. Der 30-Jährige Waske unterlag dem an Nummer zwei gesetzten Russen Nikolaj Dawydenko letztlich klar mit 6:7 (3:7), 6:3. Schüttler zog gegen den an Position elf eingestuften Tschechen Tomas Berdych mit 6:7 (4:7), 1:6 den Kürzeren bei dem mit 615 000 Euro dotierten Turnier.

Berdych eine Nummer zu groß

"Berdych war heute einfach besser, auch wenn ich im ersten Satz dran war. Aber die Returns kamen ja teilweise schneller zurück als ich aufgeschlagen habe", meinte Schüttler, der sich selbst nach zuvor insgesamt elf Erstrundenpleiten in 2005 dennoch aufsteigende Form bescheinigte: "Ich denke, man hat auch heute gemerkt, dass es aufwärts geht."

Rafael Nadal eine Runde weiter

Indes zog French-Open-Sieger Rafael Nadal souverän ins Viertelfinale ein. Der an Nummer eins gesetzte Spanier besiegte seinen Landsmann Fernando Verdasco 6:3, 6:2 und hat nach einem 31. Sieg in Folge auf Sand seinen achten Titel in diesem Jahr im Visier.

Als Generalprobe für das Daviscupspiel um den Wiederaufstieg in die Weltgruppe gegen Tschechien (23. bis 25. September) in Liberec wollte Rainer Schüttler das erste Duell gegen Berdych auf der ATP-Tour nicht verstanden wissen: "Ich gehe schließlich nicht davon aus, dass ich Daviscup spiele. Da bin ich realistisch."

Schüttler konnte unter den Augen von Daviscup-Teamchef Patrik Kühnen nur zu Beginn an die Leistungen seiner ersten beiden Siege gegen den Spanier Fernando Vicente und den Russen Michail Juschni anknüpfen. Der Schützling von Trainer Dirk Hordorff kämpfte sich im ausgeglichenen ersten Satz bis in den Tiebreak, unterlag dann aber deutlich mit 4:7. Zu Beginn des zweiten Abschnitts sicherte sich Berdych dann direkt das Break zum 1:0, anschließend war Schüttler mental gebrochen. "Ich spiele jetzt noch in Kitzbühel und dann brauche ich unbedingt eine Pause bis zu den US Open", meinte Schüttler nach der Pleitenserie der vergangenen Monate.

Waske im ersten Satz mit starkem Auftritt

Zuvor hatte Mannschafts-Weltmeister Alexander Waske den Weltranglisten-Fünften Dawydenko immer wieder vor große Probleme gestellt. Im ersten Satz führte der frühere Collegespieler der San Diego University schnell mit 2:0, beim Stand von 6:5 und 0:30 bei Aufschlag Dawydenko war der Hesse nur zwei Zähler vom Satzbeginn entfernt. Doch nach zwei leichten Fehlern rettete sich der Russe in den Tiebreak, in dem Waske dann sein Konzept verlor.

"Ich hatte meine Chancen im ersten Satz, dann habe ich aber Kamikaze gespielt. Manchmal ist es kein Vorteil, so risikofreudig reinzugehen. Dabei war ich heute richtig nah dran", meinte Waske, der nach genau 1:30 Stunden trotz der Zwei-Satz-Niederlage unter tosendem Applaus von 2 500 Zuschauern auf dem Center Court verabschiedet wurde. "Die Fans waren heute wieder Weltklasse, ich in den drei Spielen leider nur manchmal", erklärte Waske, dessen Coach Carsten Ahrens ihn vor dem Spiel per sms dazu animiert hatte, die Zuschauer im Duell mit Dawydenko mit einzubeziehen.

Mit dem gleichen "Trick" will Waske mit dem Davis-Cup-Team Ende September auch die Rückkehr in die Weltgruppe schaffen. "Dafür, dass mich mein Fan-Klub so toll unterstützt hat, werde ich ihn zum Davis-Cup einladen", meinte Waske, dem die wachsende Popularität nach seinen starken Auftritten für Deutschland und in Stuttgart sichtlich Spaß zu machen scheint: "Hier in Stuttgart schreibe ich jeden Tag 200 Autogramme. Wenn ich zu Hause in Frankfurt über die Zeil laufe, erkennt mich kein Schwein."

© SID

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