Wasserball Nationalmannschaft
Auftakt-Niederlage für deutsche Wasserballer

Die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage in die Weltmeisterschaft in Melbourne gestartet. Gegen Titelverteidiger Serbien unterlag das Team des DSV zum Auftakt 7:11.

Nichts zu holen gab es für Deutschlands Wasserballer bei der WM in Melbourne. Zum Auftakt unterlag die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) gegen Weltmeister Serbien mit 7:11 (0:3, 2:4, 3:2, 2:2).

Die Tore für die DSV-Auswahl erzielten Marc Politze (Berlin/2), Thomas Schertwitis (Kasan, Russland/2), Heiko Nossek (Piräus), Tobias Kreuzmann (Duisburg) und Lukasz Kieloch (Horgen/Schweiz). "Auch wenn wir verloren haben - das war ein super Start. Wir waren gegen die beste Mannschaft der Welt zwei Viertel lang ebenbürtig. Das sagt alles", meinte Bundestrainer Hagen Stamm nach dem Spiel: "Unsere Leistung gibt auf jeden Fall viel Hoffnung."

Trotz eines Fehlstarts im ersten Viertel stand die deutsche Auswahl nach einer starken kämpferischen Leistung sogar vor einer Überraschung. Doch während der WM-Neunte im Schlussabschnitt beim Stand von 7:9 gute Chancen ausließ und Marc Politze vom deutschen Rekordmeister Spandau Berlin auch noch einen Strafwurf nicht nutzte, sorgte Serbiens Ausnahmespieler Aleksandar Sapic mit seinen Toren Nummer vier und fünf für die Entscheidung.

Sapic macht den Unterschied

"Der Sapic macht halt in so einer Phase den Unterschied. Der ist der absolute Superstar unserer Sportart", meinte "Wahl-Ungar" Sören Mackeben anerkennend. Dabei hatte Sapic Glück, dass er am Ende nicht schon unter der Dusche stand. Nach einer Tätlichkeit bekam er nur eine 20-Sekunden-Zeitstrafe. "Sonst hätten wir das Spiel noch drehen können", haderte Stamm mit der Entscheidung der Referees.

Doch Stamm, der 1982 bei Bronze in Ecuador als Weltklasse-Center selbst maßgeblich am letzten deutschen Edelmetall bei einer WM beteiligt war, zog vor allem Hoffnung aus den letzten zwei Vierteln. "Die Jungs haben bewiesen, dass sie konditionell top drauf sind. Die Testwerte waren noch nie so gut", erklärte der 46-Jährige: "Wir können zum Schluss noch jede Mannschaft in Grund und Boden schwimmen."

Das könnte vor allem beim letzten Vorrundenspiel am Samstag (3.00 Uhr MEZ) gegen Italien den Ausschlag geben. Gegen die Südeuropäer wollen die Deutschen in der Gruppe A Platz zwei perfekt machen, um in der Viertelfinalrunde einem möglichen Duell gegen den zweiten WM-Mitfavoriten Ungarn aus dem Weg zu gehen. Die Italiener bezwangen Japan zum Auftakt mit 20:6. Gegen die Wasserballer aus Nippon sollten auch die DSV-Auswahl am Donnerstag (1.20 Uhr MEZ) keine Mühe haben.

© SID

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