Wasserball Nationalmannschaft
Wasserball-Frauen stehen in Medaillenrunde

Bei der Schwimm-WM in Melbourne durfte sich das deutsche Wasserball-Team der Frauen über den ersten Erfolg freuen. Nach dem 11:4 gegen China ist das DSV-Team gar direkt für die Medaillenrunde qualifiziert.

Durch ihren ersten Sieg haben sich die deutschen Wasserball-Frauen bei der Weltmeisterschaft in Melbourne für die Medaillenrunde der besten zwölf Teams qualifiziert. In einer einseitigen Partie besiegten die Schützlinge von Bernd Seidensticker China mit 11:4 (4:0, 2:0, 2:0, 3:4).

Kanada nächster Prüfstein

Damit haben die Deutschen noch alle Chancen, ihren achten Platz von vor zwei Jahren in Montreal wiederholen zu können. Für den Einzug ins Viertelfinale ist allerdings ein Sieg am Sonntag (8.00 Uhr Mesz) gegen den WM-Dritten Kanada nötig. "Wir haben eine Chance und die wollen wir nutzen, Kanada ist nicht mehr so stark, wie vor zwei Jahren. Zudem haben wir aufgeholt", meinte Seidensticker einen Tag vor seinem 47. Geburtstag.

Der kommende Olympia-Gastgeber China war für die Deutschen beim ersten Aufeinandertreffen zu keiner Zeit ein ernsthafter Prüfstein. Nach einem Blitzstart im ersten Spielabschnitt hatte das Team auch seine Nervosität abgeschüttelt.

"Uns soll keiner abschreiben, jetzt geht das Turnier für uns erst richtig los", meinte Seidensticker und fügte hinzu: "Bis zum 8:0 haben wir wie eine Spitzenmannschaft agiert." Erst zu Beginn des letzten Spielviertels musste die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) den ersten Gegentreffer der Asiatinnen hinnehmen.

Dierolf glänzt mit fünf Toren

"Nach unserem ersten Tor war die Sicherheit einfach da und wir haben gezeigt, dass wir doch Wasserball spielen können", erklärte Katrin Dierolf. Die glänzend aufgelegte Bochumerin gehörte mit ihren fünf Treffern neben der in der niederländischen Liga bei Eindhoven spielenden Torfrau Simone Budde zu den Matchwinnern. "Wir haben heute von Beginn an sehr konzentriert gespielt und das war der Schlüssel zum Erfolg", meinte Dierolf.

Die weiteren Treffer gingen auf das Konto von Monika Kruszona (3) sowie Ariane Rump (beide Bochum), Claudia Blomenkamp und die nach überstandener Grippe wieder zum Einsatz gekommene Nina Wengst (beide Krefeld/ je 1).

© SID

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