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Wasserballerinnen ziehen ins WM-Viertelfinale ein

Nur zwei Tore haben den deutschen Wasserballerinnen zum größten Erfolg seit 1994 gereicht. "Das ist einfach gigantisch", meinte Katrin Dierolf nach dem 2:1-Sieg gegen Neuseeland und dem Einzug ins WM-Viertelfinale.

Es war knapp, aber es war erfolgreich: Mit einem "Last-Minute-Sieg" gegen Neuseeland feierten die deutschen Wasserballerinnen bei der WM in Montreal ihren größten Erfolg seit 1994 und stehen erstmals wieder in der Runde der letzten Acht. Allerdings hing der 2:1 (0:1, 0:0, 0:0, 2:0)-Erfolg am seidenen Faden. Erst 149 Sekunden vor dem Abpfiff gelang Katrin Dierolf (Bochum) der Ausgleich. 45 Sekunden später erzielte Ariane Rump (ebenfalls Bochum) auf Zuspiel ihrer Teamkollegin der viel umjubelte Siegtreffer.

"Jetzt garantiere ich für nichts mehr"

"Wir haben davon geträumt und bis zum Umfallen geackert, ich wollte unbedingt ins Viertelfinale", sagte Katrin Dierolf, die vor allem im vierten Viertel immer wieder die Initiative ergriff. "Das ist einfach gigantisch", sagte die 26 Jahre alte Studentin der Politikwissenschaften. "Ich hoffe jetzt platzt nach zwei schwachen Spielen endlich der Knoten und wir können befreit aufspielen." Gegner im Viertelfinale am Montag (21.15 Uhr Mesz) ist der Olympiasechste Ungarn.

"Jetzt garantiere ich für nichts mehr", meinte Bundestrainer Bernd Seidensticker (Hannover) mit Blick auf die nächste Partie. "Unsere Abwehr war heute großartig, im Angriff muss es noch besser werden", stellte er fest. Zuletzt hatten die deutschen Frauen 1994 in Rom bei einer WM den sechsten Rang belegt.

Seidensticker hofft auf mehr Chancengleichheit

"Der Viertelfinaleinzug bedeutet für uns eine neue Förderstufe und damit mehr finanzielle Mittel", meint Bernd Seidensticker und hofft künftig auf eine größere Chancengleichheit mit den anderen Nationen. "Dadurch haben wir auch das Potenzial zu mehr Trainingslagern und mehr internationalen Vergleichen."

Vor allem die Nachwuchsarbeit muss in Deutschland intensiviert werden. In Montreal ist die Auswechselbank zu schwach besetzt. "Ich kann kaum auswechseln", klagte der Coach, der nach dem Erfolg gegen Neuseeland nur noch eines wollte: "Ein kühles Bier."

© SID

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