Wasserspringen EM
Deutsche Synchronspringer holen Gold

Europameistertitel für Andreas Wels und Tobias Schellenberg: Bei der Schwimm-EM in Budapest sicherten sich die Synchronspringer den ersten Platz vom 3m-Brett vor den Russen Dimitri Sautin und Juri Kunakow.

Gold für Andreas Wels (Halle) und Tobias Schellenberg (Berlin): Nach Silber bei Olympia und der WM in Montreal hat das deutsche Synchronspringer-Duo bei der Schwimm-EM in Budapest vom 3m-Brett endlich wieder einen Titel gewonnen. Das Duo verwies im Finale mit 403,86 Punkten die Russen Dimitri Sautin/Juri Kunakow (401,46) sowie die Titelverteidiger Nicola und Tommaso Marconi aus Italien (394,68) auf die Plätze.

Erst mit dem letzten Sprung sicherten sich Wels und Schellenberg den Sieg. Für beide war es das erste gemeinsame Gold nach ihrem EM-Triumph vor sechs Jahren. Schellenberg gelang damit zugleich die Wiedergutmachung für sein Vorrundenaus am Vortag vom 1m-Brett.

"Es ist ein schönes Gefühl, mal wieder ganz oben auf dem Podium zu stehen", sagte Schellenberg und sein Partner nickte zustimmend. Dank ihrer Nervenstärke besiegten die beiden Synchronspringer nicht nur die Konkurrenz, sondern auch den Fluch der zweiten Plätze. "Das war ganz schön eng, aber wir haben zum Glück die Ruhe bewahrt", meinte Wels, für den es zusammen mit Schellenberg zugleich das erste gemeinsame Gold nach dem gemeinsamen EM-Titel vor sechs Jahren war.

Konstant in der Weltspitze

"Sie springen über Jahre konstant in der Weltspitze. Diesen Titel haben sie sich absolut verdient", erklärte Walter Alt, der Fachsparten-Vorsitzende im Deutschen Schwimm-Verband (DSV), dem nach dem Vorrundenaus von Schellenberg und dem Aachener Sascha Klein am Vortag vom 1m-Brett ein Stein vom Herzen fiel: "Hut ab. Das war genau die richtige Reaktion."

"Ich konnte ja nicht wieder so ein Mist springen wie am Mittwoch. Das war ich Andreas schuldig", meinte Schellenberg, den seit Tagen eine schmerzhafte Ohrenentzündung plagt. Bereits am Freitag gehen Beide im Einzel vom 3m-Brett erneut an den Start. Dann gilt Titelverteidiger Wels als Favorit. "Noch einmal Gold wäre schon schön", meinte der 31-Jährige, der sich von seinem Sonnenstich am vergangenen Wochenende gut erholt zeigte.

Bronze für Turmspringerin Steuer

Die erst kurz vor der EM nachnominierte Christin Steuer ist in Budapest unterdessen vom Turm zu Bronze gesprungen. Die 23-Jährige aus Riesa musste sich mit 330,34 Punkten nur der der neuen Europameisterin Julia Prokopschuk aus der Ukraine (338,00) sowie der Österreicherin Anja Richter (332, 35) geschlagen geben.

Steuer, vor zwei Jahren EM-Vierte, war in das Aufgebot des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nachgerückt, weil die Dresdenerin Annett Gamm sich auf das Synchronspringen vom Turm konzentrieren soll. Die zweite deutsche Springerin Nora Subschinski aus Berlin war als 18. im Vorkampf gescheitert.

© SID

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