Wasserspringen EM
Deutsche Wasserspringer ohne "alte Garde" zur EM

Mit einem jungen Aufgebot starten die Wasserspringer ab heute in die EM in Turin. Als Hoffnungsträger gelten die Olympia-Zweiten im Turmspringen Patrick Hausding und Sascha Klein

Bei Olympia 2008 waren die Wasserspringer mit der ersten deutschen Medaille in Peking ins Rampenlicht gesprungen. Ein Großteil der "alten Garde" ist zwar zurückgetreten, doch trotz des Umbruchs wollen die Springer des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) auch bei der EM von heute bis Sonntag in Turin an der Stätte der olympischen Winterspiele 2006 an alte Erfolge anknüpfen.

"Das Team wird aus dem Training heraus an den Start gehen. Wenn wir ähnlich abschneiden wie im Vorjahr in Eindhoven, dann können wir zufrieden sein", sagt DSV-Sportdirektor Lutz Buschkow. Die Messlatte liegt bei zweimal Gold, viermal Silber und einmal Bronze. Turin ist vor allem aber auch eine Durchgangsstation, denn der Höhepunkt der Saison ist die WM in Rom (17. Juli bis 2. August).

Hoffnungen ruhen auf Klein/Hausding

Erstmals findet die EM separat und abgekoppelt von Wettbewerben im Schwimmen statt. Die Hoffnungen ruhen dabei vor allem auf Sascha Klein (Aachen) und Patrick Hausding (Berlin) als Titelverteidiger im Synchronspringen vom Turm. Aber auch die Berlinerin Nora Subschinski hat trotz des Rücktritts ihrer ehemaligen Partnerin Annett Gamm den erneuten Titel vom Turm mit ihrer Vereinskollegin Josefine Möller im Visier. Alle vier konnten sich schon zuletzt beim Härtetest in der "World-Serie" des Weltverbandes Fina gut in Szene setzen.

Klein verzichtet hingegen als Vize-Europameister auf einen Einzelstart vom Turm. "Ich übe für die WM eine Reihe neuer Sprünge ein, die aber für einen Wettkampf noch nicht ausgereift sind", sagte der 23 Jahre alte Bundeswehrangehörige. Stattdessen will er vom 3-m-Brett wie Hausding nach Edelmetall greifen. Von den deutschen Medaillengewinnern von Eindhoven fehlen neben Gamm auch Andreas Wels (Halle/Saale), Tobias Schellenberg (Berlin) und Heike Fischer (Leipzig), die ihre sportliche Karriere beendet haben. Zudem gibt Ditte Kotzian (Berlin) zurzeit ihrem Studium den Vorrang.

"Insbesondere bei den Frauen sind wir im Moment etwas dünn besetzt", gibt Fachspartenleiter Walter Alt zu. Zudem ist Katja Dieckow (Halle/Saale), die im Vorjahr Silber (3-m-Brett) und Bronze (1-m-Brett) gewann, auf der Suche nach ihrer Bestform. Doch auch bei den anderen Nationen fehlen zahlreiche Vorjahressieger wie der Russe Dmitri Sautin oder der britische Jungstar Thomas Daley.

© SID

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