Wasserspringen EM
Deutsches Duo springt zu Gold

Annett Gamm und Nora Subschinski haben ihren Titel im Synchronspringen vom Turm bei den Europameisterschaften in Budapest erfolgreich verteidigt. Das deutsche Duo dominierte die Konkurrenz deutlich.

Wie wild hüpften Annett Gamm und Nora Subschinski nach ihrem Sprung vom Turm zum erneutem EM-Goldam Beckenrand herum und nahmen sich am Ende in die Arme. "Ich bin erleichtert, dass es nach meinem Vorrundenaus im Einzel jetzt wieder geklappt hat", meinte Subschinski mit ihrem strahlendsten Lächeln.

Dem 18 Jahre alten und nur 1,58m großen "Hüpffloh" aus Berlin gelang an der Seite der erfahrenen Gamm die Wiedergutmachung für Platz 18 im Einzel. Wie vor zwei Jahren bei der EM in Madrid sprang das Duo erneut zum Titel, siegte mit 325,92 Punkten vor den Olympia-Zweiten Natalja Gonscharowa/Julia Koltunowa (278,48) sowie Julia Prokoschuk/Katerina Suk aus der Ukraine (297,21) und bescherte Deutschlands Springern das zweite Gold in Budapest.

Gamm feiert versöhnlichen Abschluss

"Dieser Erfolg tut mir sehr gut", sagte Gamm: "Damit hatte ich nicht unbedingt gerechnet, denn das Jahr ist für mich doch sehr unglücklich gelaufen." Lange wurde die 29-Jährige aus Dresden von diversen Verletzungen geplagt. Ihren Start im Einzel hatte sie abgesagt, um sich ganz auf das Synchronspringen zu konzentrieren. "Ich denke, diese Entscheidung hat sich heute ausgezahlt", sagte Gamm.

Beide erwischten im Finale einen guten Start und lagen nach den ersten beiden Sprüngen mit je einmal der Traumnote zehn in Führung. Nach einem verpatzten dritten Durchgang rutschte das Duo auf Rang zwei, bewies bei den letzten beiden Sprüngen aber Nervenstärke und machte den erneuten Erfolg noch perfekt.

Schwarzer Tag für Wels und Schellenberg

Andreas Wels und Tobias Schellenberg erlebten nach ihrem Synchron-Triumph vom 3-m-Brett hingegen einen schwarzen Tag. Titelverteidiger Wels aus Halle musste das Einzel mit Fieber kurzfristig absagen. Der Berliner Schellenberg scheiterte als 22. wie schon vom 1-m-Brett im Vorkampf.

"Tobias hat ja schon seit Tagen mit Ohrenschmerzen zu kämpfen. Die haben ihn wohl doch mehr behindert, als er zugeben wollte", erklärte Walter Alt, der Fachsparten-Vorsitzende im Deutschen Schwimm-Verband (DSV): "Für Andreas tut es mir Leid. Aber wenn jemand krank ist, muss man vernünftig sein. Da kann man nichts machen."

© SID

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