Wasserspringen EM
Dieckow holt Bronze vom 1-m-Brett, Fischer Fünfte

Wasserspringerin Katja Dieckow hat bei der Schwimm-EM in Eindhoven überraschend Bronze vom 1-m-Brett gewonnen. Heike Fischer belegte den enttäuschenden fünften Platz.

Die deutsche Kunstspringerin Katja Dieckow hat bei der 29. Schwimm-EM in Eindhoven einen überraschenden dritten Platz belegt. "Damit hätte ich nie gerechnet. Das ist mein größter sportlicher Erfolg. Für mich ist ein Traum wahr geworden", erklärte die 23 Jahre alte Wasserspringerin aus Halle/Saale. Den Weg zu Bronze ebnete ausgerechnet die zweite deutsche Starterin im Finale. Heike Fischer patzte beim letzten Sprung und wurde nur Fünfte. "Ich gönne Katja das wirklich, aber eigentlich hätte ich sehr gerne dort oben gestanden", sagte die enttäuschte Fischer. Während die Drittplatzierte stolz ihre Bronzemedaille zeigte, flossen bei Heike Fischer dicke Tränen, denn Fischer gewann damit nach bei der EM 2006 in Budapest und der WM im Vorjahr in Melbourne wieder keine Einzelmedaille.

Fischer hatte Nerven nicht im Griff

Dieckow konnte ihr Glück nach dem Finale hingegen kaum fassen. Für Dieckow ist es die zweiten EM. Sie lag am Ende mit 264,15 Punkten hinter der erfolgreichen Titelverteidigerin Anna Lindberg (293,85) und Nora Barta aus Ungarn (270,60). Fischer, die bis vor dem letzten Sprung wie im Synchronspringen vom 3-m-Brett mit Partnerin Ditte Kotzian auf Silberkurs lag, hatte ihre Nerven erneut nicht im Griff. Bei der EM 2006 in Budapest und im Vorjahr bei der WM im Melbourne war die Europameisterin von 2002 und 2004 bereits im Halbfinale gescheitert, diesmal patzte die Leipzigerin beim letzten Sprung, kam nur auf 261,95 Zähler und ließ ihre Mutter und Trainerin Margit vor der letzten Wertung vor Anspannung ins Maskottchen beißen.

Walter Alt, Fachsparten-Leiter des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), suchte die Schuld unterdessen bei den Punktrichtern. "Der letzte Sprung von Heike war natürlich nicht super, aber diese Abzüge waren eine Frechheit", erklärte Alt ungehalten.

Die nächste Nervenschlacht werden sich Dieckow und Fischer vom 29. Mai bis 1. Juni bei den deutschen Meisterschaften in Berlin liefern. Dann geht es vom 3-m-Brett um die Qualifikation für Olympia im August in Peking. "Ich hoffe, dass ich dort das glücklichere Ende für mich habe", meinte Fischer: "Das wäre ein Trost."

© SID

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