Wasserspringen EM
Wasserspringer sammeln reichlich Edelmetall

Bei der Schwimm-EM in Budapest haben Deutschlands Wasserspringer eine mehr als gute Figur abgegeben. Nach insgesamt acht Medaillen guckt der DSV optimistisch Richtung WM 2007 in Melbourne.

Die deutschen Wasserspringer haben die EM in Budapest mit einer traumhaften Bilanz abgeschlossen und ihrem Chef Walter Alt zugleich eine neue Frisur verschafft. "Wenn es Synchron-Gold gibt, dann kommen die Haare ab - das hatte ich Nora Subschinski und Annett Gamm als Motivation versprochen", erklärte Alt, der sich über insgesamt acht deutsche Medaillen freuen durfte.

Bei der üppigen Ausbeute konnte der Fachsparten-Vorsitzende im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) mit seinem ungewohnten Kurzhaar-Schnitt gut leben. "Wir haben gut lachen. Ich bin mit unserem Abschneiden sehr zufrieden. Unser Ziel war in allen Wettbewerben eine Medaille. Das haben wir fast erfüllt", sagte Alt und blickte bereits optimistisch voraus: "In dieser Form können wir auch im kommenden Jahr bei der WM in Melbourne ein Wörtchen mitreden."

Auch DSV-Präsidentin Christa Thiel zollte den Springern ein Extra-Lob: "Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht. Ich freue mich, dass sie trotz der herausragenden Leistungen unserer Schwimmerinnen positiv auf sich aufmerksam machen konnten."

Zweimal Silber zum Abschluss

Beim letzten Wettkampf holte Routinier Heiko Meyer nochmal Silber vom Turm. Mit 459,45 Punkten landete der 29-Jährige aus Riesa hinter dem Russen Gleb Galperin (472,90). Der Aachener Sascha Klein, der mit Meyer am Vortag Synchron-Silber gewonnen hatte, verpasste als Vierter (427,75) knapp eine Medaille.

Zuvor hatte die Berlinerin Ditte Kotzian mit ihrer neuen Partnerin Heike Fischer aus Leipzig Synchron-Silber vom 3-m-Brett gewonnen. Dabei musste sich das neu formierte Duo mit 298,68 Punkten nur den beiden Russinnen Natalja Umiskowa/Nadeschda Bazhina (314,55) geschlagen geben.

Keine Titelverteidigung vom 3m-Brett für Wels

"Für mich war es eine sehr erfolgreiche EM", bilanzierte Kotzian. Zuvor hatte die 27-Jährige im Einzel ebenfalls Silber vom "Dreier" und 1m-Brett gewonnen. Der im Vorfeld lange Zeit verletzten Fischer gelang nach ihrem Vorrunden-Aus vom 1m-Brett die Wiedergutmachung.

Das galt auch für die Berliner Tobias Schellenberg und Nora Subschinski. Schellenberg sprang nach seinem vorzeigen Scheitern vom 1m-Brett mit Andreas Wels (Halle) trotz gesundheitlicher Probleme zu Synchron-Gold vom 3m-Brett und holte nach Silber bei Olympia in Athen sowie bei der WM im Vorjahr in Montreal mit seinem Partner wieder einen Titel. Subschinski ließ ihrem Vorkampf-Aus im Einzel vom Turm den Synchro-Sieg mit Annett Gamm aus Dresden folgen.

Für unverhofftes Edelmetall sorgte zudem die erst kurz vor der EM nachnominierte Christin Steuer (Riesa) mit Platz drei im Einzel vom Turm. Pech hatte hingegen Andreas Wels, dass er seinen Titel vom 3m-Brett mit Fieber nicht verteidigen konnte.

© SID

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