Wasserspringen International
Schellenberg und Klein scheitern vom 1-m-Brett

Bereits nach dem Vorkampf musste sich Tobias Schellenberg bei der EM in Budapest vom 1-m-Brett verabschieden. "Das war gar nichts", ärgerte sich der Berliner nach Platz 17. Sascha Klein verpasste als 14. das Halbfinale.

Das hatte er sich ganz anders vorgestellt. Und seine Miene drückte es auch deutlich aus: Tobias Schellenberg ist bei der EM in Budapest vom 1-m-Brett unerwartet bereits im Vorkampf gescheitert. Entsprechend versteinert war sein Gesicht nach der völlig verpatzten Serie, die den deutschen Wasserspringern nach dem silbernen Auftakt durch Ditte Kotzian einen herben Dämpfer versetzt. Zudem verpasste auch der Aachener Sascha Klein den Einzug ins Halbfinale.

"Das war gar nichts", zeigte sich Schellenberg nach dem frühen Aus mit 315,50 Punkten als 17. zumindest selbstkritisch. Der 27 Jahre alte Sozialpädagogik-Absolvent, der bei der EM vor zwei Jahren Bronze gewonnen hatte und im Synchronspringen mit Silber bei Olympia in Athen sowie der WM in Montreal für Furore gesorgt hatte, wollte auch eine schmerzhafte Ohrenentzündung nicht als Entschuldigung gelten lassen.

Puhakka wiederholt seinen Erfolg von Madrid

"Das kann und darf keine Ausrede sein", meinte Schellenberg: "Beim Einspringen lief ja noch alles gut. Aber im Wettkampf hat es hinten und vorne nicht gepasst." Der Familienvater musste sogar noch seinen Teamkollegen Sascha Klein vor sich dulden, der bei seinem internationalen Debüt vom 1-m-Brett als 14. (330,35) das Halbfinale um 2,05 Punkte ganz knapp verpasste.

Die Titelverteidigung gelang dagegen Joona Puhakka. Der Finne setzte sich mit 425 Punkten vor dem Russen Alexander Dobriskok (416,60) und Christopher Sacchin aus Italien (415,70) durch.

Donnerstag im Synchronspringen am Start

"Das hatten wir uns mit Sicherheit anders vorgestellt", gab auch der Fachspartenvorsitzende im Deutschen Schwimm-Verband (DSV), Walter Alt, zu. Alt blickte trotz des Rückschlags aber schon nach vorn: "Wir werden jetzt analysieren, woran es gelegen hat, und dann wird es hoffentlich wieder besser laufen."

Bereits am Donnerstag hat Schellenberg die Möglichkeit zur Wiedergutmachung. Dann tritt er in seiner Parade-Disziplin im Synchronspringen vom 3-m-Brett mit seinem Partner Andreas Wels an. Allerdings ist auch Wels in der ungarischen Hauptstadt nicht von Problemen verschont geblieben. Der 31-Jährige aus Halle erlitt am vergangenen Wochenende bei einem Badeausflug der Springer einen leichten Sonnenstich.

© SID

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