Wasserspringen WM
Wels Schellenberg holen WM-Bronze vom 3m-Brett

Bei der ersten Sprung-Entscheidung der WM in Melbourne haben Andreas Wels und Tobias Schellenberg Bronze im Synchronspringen gewonnen. Auch für Annett Gamm (Dresden) und Nora Subschinski (Berlin) gab es Rang drei.

Auch beim Anblick seines bronzenen WM-Edelmetalls von Melbourne dachte Tobias Schellenberg nur an seinen kranken Sohn zuhause in Deutschland. "Der Robin hat im Moment Fieber. Ich hoffe, dass ihn die Medaille schneller gesund werden lässt und er mit seinen anderthalb Jahren bald wieder auf dem Trampolin hüpfen kann", sagte der Berliner nach seinem dritten Platz im Synchronspringen vom 3m-Brett mit Partner Andreas Wels (Halle), deren Erfolg Nora Subschinski (Berlin) und Annett Gamm (Dresden) ebenfalls mit Rang drei vom Turm abrundeten.

Zwar war bei der ersten Sprungentscheidung in Australien die silberne Serie von Wels/Schellenberg gerissen, doch bei den Zweiten von Olympia 2004 in Athen und 2005 bei der WM in Montreal herrschte nach einem dramatischen Wettkampf Erleichterung. "Erst eine Unterbrechung, dann dieses Herzschlagfinale - wir sind froh, dass wir überhaupt eine Medaille geholt haben. Wir haben wieder gezeigt, dass wir zur Weltspitze gehören", erklärte Wels.

0,3 Punkte Vorsprung auf Rang vier

Nach dem sechsten und letzten Sprung lagen die Europameister mit 414,54 Punkten ganze 0,3 Zähler vor den US-Amerikanern Troy Dumais und Mitchell Richeson. Der Rückstand zum kanadischen Einzelweltmeister Alexandre Despatie und seinem Partner Arturo Miranda auf Rang zwei betrug 4,38 Punkte. Eine Klasse für sich waren einmal mehr die Chinesen - Kai Quin und Feng Wang waren mit 458,76 Zählern klar enteilt.

Ein technischer Defekt im "Sports und Aquatic Center" brachte Wels und Schellenberg wieder zurück auf Medaillenkurs. Während sich die beiden Deutschen von einem Stromausfall und einer halbstündigen Unterbrechung nicht aus der Ruhe bringen ließen, patzten die mitfavorisierten Russen mit Ex-Weltmeister Alexander Dobroskok und Gleb Galperin und machten den Weg zur Medaille frei.

Auch Subschinski/Gamm, die von Bundestrainer Lutz Buschkow ("Beim Training gab es teilweise Szenenapplaus´" hoch gehandelt wurden, machten es spannend. Mit 306,63 Punkten lagen die zwei 3,03 Zähler vor Meaghan Benfeito und Roseline Filion aus Kanada auf Platz vier. Den WM-Titel sicherten sich überlegen die Chinesinnen Tong Jia und Ruolin Chen (361,32) vor den Lokalmatadoren Briony Cole und Melissa Wu (324,00).

© SID

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