Wayne Gretzky untröstlich: „Ich habe meine Kinder im Stich gelassen“

Wayne Gretzky untröstlich
„Ich habe meine Kinder im Stich gelassen“

Die Dollar-Millionäre aus Kanada treten die Heimreise ohne Medaille an. Da kann es auch nur wenig trösten, dass den Erzfeind aus den USA das selbe Schicksal ereilte.

HB TURIN. Die Augen von Tränen gerötet, der Blick leer, die Stimme belegt: Der große Wayne Gretzky bot nach dem schlechtesten Olympia-Abschneiden von Eishockey-Mutterland Kanada ein Bild des Jammers. "Ich bin auch nur ein Mensch. Die vergangenen drei Monate waren grauenhaft für mich", sagte Teamleiter Gretzky nach dem 0:2 in einem fantastischen Viertelfinal-Spiel gegen Russland und nahm alle Verantwortung auf sich.

Der Tod von Mutter und Großmutter, der Wettskandal um Co-Trainer und Ehefrau, und nun der geplatzte Traum vom neuerlichen Gold - all dies entlud sich in einer erschütternden Viertelstunde im kinoartigen Pressekonferenzsaal der olympia-unwürdigen Esposizioni-Halle am Ufer des Po. Drei Mal spielten die Kanadier dort, drei Mal schossen sie kein Tor und verloren wie zuvor schon gegen die Schweiz und Finnland jeweils 0:2. In elf der letzten zwölf Drittel gelang kein Treffer.

"Niemand anders ist schuld. Ich werde darüber nachdenken, was am besten für mich und den kanadischen Verband ist", sagte Gretzky, der Gold vor den Spielen als Ziel ausgegeben hatte. Die Abschiedsgedanken waren allerdings kaum verhallt, da sprach der 45-Jährige davon, dass er 2010 beim Heimspiel in Vancouver den Olympiasieg wolle. Neben Platz sieben für Kanada komplettierten die mit 3:4 an Finnland gescheiterten USA als Achte das Nordamerika-Fiasko im Piemont, wo am Freitag Weltmeister Tschechien gegen Schweden und Russland gegen Finnland die Halbfinals bestreiten.

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