Weihnachtspause beim Volvo Ocean Race Durch eiskalte See und schweren Sturm zur stillen Nacht

Eiskalte See, Sturm, hohe Wellen: Das Volvo Ocean Race ist eine der härtesten Segelregatten der Welt – mit Gefahr für Leib und Leben der Segler. Doch über Weihnachten gibt es Zuflucht und Familienwärme in Australien.
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Zwischen Kapstadt und Melbourne schwappen die Wellen hoch. Quelle: Konrad Frost/Volvo Ocean Race
Raue See

Zwischen Kapstadt und Melbourne schwappen die Wellen hoch.

(Foto: Konrad Frost/Volvo Ocean Race)

HamburgWenn die Segler des Volvo Ocean Race am 24. und 25. Dezember in Melbourne, dem vierten Etappenhafen des Weltrennens, einlaufen, werden sie für ihre Frauen, Männer, Kinder und Freunde, die sehnsüchtig auf der Pier warten, keine Weihnachtsgeschenke parat haben. Dafür wird man ihnen in den Gesichtern ablesen können, welche Torturen sie in den letzten 15 Tagen auf ihrem 6.500 Meilen langen Seeweg von Kapstadt bis in die australische Hafenstadt durchlitten haben.

Schon die Bilder von Bord zeigen, unter welch unwirtlichen Bedingungen die Segler auf dem Teilstück der Regatta unterwegs waren. Die Fotos zeigen dick vermummte Menschen, die ihre Sturmmützen tief ins Gesicht gezogen haben. Manche tragen sogar Helme, um das Gesicht vor dem kalten Wasser zu schützen und klare Sicht zu behalten. Keiner ist ohne Handschuhe an Deck, die zwar die Nässe abhalten, aber dennoch nicht für warme Hände sorgen.

Die Bilder von Bord zeigen zudem zornig aufgetürmte graue Sturmwolken, die sich hinter den Yachten zusammenballen, um sie herum aufgewühlte, schwarzdunkle Wassermassen. Die Etappe durch den Southern Ocean gilt schon wegen der extremen Temperaturen als einer der größten Herausforderungen des Rennens, in diesem Jahr machte ein schwerer Sturm mit Böen bis zu 62 Knoten (über 110 km/h) allen Crews zu schaffen. Onbord-Aufnahmen zeigen, wie die Cockpits der Schiffe von durchrauschenden Wellen komplett überspült werden. Die Segler sichern sich gegen die Wucht der Wassermassen mit Lifebelts, die an der Rettungsweste und an Deck des Schiffes befestigt werden.

Es ist dem Einsatz der Onboard-Reporter zu verdanken, die tagelang unter schwierigsten Umständen, auch wenn die Schiffe permanent auf der Seite lagen und durch die Wellen bockten, Texte schrieben und Bilder und Videos vom Bordalltag machten, dass wir täglich miterleben konnten, wie sich die Segler auf ihrem Weg von Südafrika nach Australien quälen mussten. Besonders faszinierend sind die Aufnahmen, die während des Rennens von  Drohnen, die von den Schiffen starteten, gemacht wurden. Erstmals ist es so gelungen, Bilder von den Rennyachten beim härtesten Rennen der Welt zu machen, während sie in einem nur selten befahrenen Seegebiete, weitab von jeder Zivilisation, unterwegs sind.

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