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Weiter Streit um Meistersterne

Der Streit um die Meistersterne im deutschen Fußball geht weiter. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) lehnte auf ihrer Vorstandssitzung die Ausweitung der bisherigen Regelung ab.

dpa BERLIN. Der Streit um die Meistersterne im deutschen Fußball geht weiter. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) lehnte auf ihrer Vorstandssitzung die Ausweitung der bisherigen Regelung ab.

Für die DFL bleibt es bei der Festlegung: Nur Titel zählen, die in der Bundesliga seit ihrer Einführung 1963/64 errungen worden sind. Damit werden die Meisterschaften vor 1964 und die Fußball-Titel in der DDR bei der Ehrung nicht berücksichtigt. Diese Empfehlung gab die DFL auch an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) weiter. Unterhalb der 1. und 2. Bundesliga habe die DFL keinen Einfluss darauf, welche Vereine sich mit Sternen schmücken, räumte DFL-Sprecher Tom Bender ein.

Der zehnmalige DDR-Meister BFC Dynamo, der im Sommer vergangenen Jahres beantragt hatte, wie der FC Bayern München ebenfalls drei Sterne auf dem Trikot tragen zu dürfen, sieht sich an die DFL-Vorgabe als Oberligist nicht gebunden. Nach der Premiere mit den Sternen-Hemden zu Ostern wollen die Berliner weiter mit dem Meisterschmuck antreten. "Warum nicht? Die DFL ist für uns nicht zuständig", sagte Präsident Mario Weinkauf vor dem Heimspiel gegen die TSG Neustrelitz. Seit Sommer 2004 vergibt die DFL einen Stern für drei Bundesliga-Meisterschaften, zwei für fünf Titel und drei für mindestens zehn Titelgewinne.

Das DFB-Präsidium hatte auf einer Präsidiumssitzung im März Bereitschaft signalisiert, die Ehrungen auch auf die Zeit vor 1963/64 und für ehemalige Meister der DDR auszudehnen, dies aber von der DFL-Zustimmung abhängig gemacht. Man sei sich zwar grundsätzlich einig geworden, dass 15 Jahre nach der Einheit der DDR-Fußball mit einbezogen werden müsse, "aber noch ist kein Beschluss gefallen", hatte DFB-Präsident Theo Zwanziger erklärt.

Der DFL betonte, dass es sich bei den Sternen um eine Marketing-Maßnahme der Liga handelt. Es gehe in keinem Fall um die Abwertung von Titeln, die vor 1963 errungen wurden. "Wir verstehen, dass jeder Fan auf eine deutsche Meisterschaft stolz ist. Aber es gibt eben erst mit Einführung der Bundesliga einen Wettbewerb mit stetig wiederkehrendem Stellenwert", sagte Liga-Präsident Werner Hackmann. Der Liga lägen derzeit keine Informationen vor, wie der DFB für seine Amateur-Vereine die Sterne-Regelung auslegen wird, ergänzte Bender.

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