Weltcup in Oberhof
Ein deutsches Wintermärchen

Die Biathleten dominierten den heimischen Weltcup in Oberhof mit insgesamt drei Siegen.

HB OBERHOF. Mit einem furiosen Endspurt zum Sieg hat Martina Glagow das deutsche Wintermärchen beim Biathlon-Weltcup in Oberhof gestern perfekt gemacht. Drei Triumphe, zwei zweite Plätze, einmal Bronze und dazu zwei Gelbe Trikots der Weltcup-Führenden – das war die beeindruckende deutsche Bilanz beim ersten Heimspiel des Olympia-Winters. Damit stiegen die deutschen Skijäger vor der Rekordkulisse von insgesamt 93 000 Zuschauern am Thüringer Rennsteig endgültig zu Goldfavoriten für Turin auf.

„Mein erster Saisonsieg und das noch vor heimischer Kulisse – ich bin überglücklich“, sagte Martina Glagow, die beim Massenstart auf der Zielgerade noch Olympiasiegerin Olga Pylewa abhängte. „Ich habe zum ersten Mal hier gewonnen, ein Höhepunkt meiner Karriere“, sagte Kati Wilhelm, die am Vortag im Sprint siegte. „Mein erster Sieg in Oberhof gehört zu den schönsten meiner Laufbahn. Von dem tollen Publikum bekommt man viel zurück für das, was man geleistet hat. Blöd nur für die Starterinnen mit den Nummern 30 bis 50. Da hat man nichts mehr gesehen“, sagte Wilhelm am Samstag und zeigte Anteilnahme für die Konkurrentinnen, die im dichten Nebel Pech hatten.

Wie Wilhelm darf auch der Sprint-Zweite und Staffelsieger Alexander Wolf als Spitzenreiter der Gesamtwertung beim am 11. Januar in Ruhpolding beginnenden zweiten Heim-Weltcup in Gelb antreten.

Mit weiteren 13 Rängen unter den Top Ten bestanden die deutschen Skijäger an den fünf Tagen von Oberhof die Nervenprobe beim Heimspiel. Beim Massenstart über 12,5 km schafften die deutschen Frauen mit dem Glagow-Sieg, dem dritten Platz von Apel sowie den Rängen vier durch Kati Wilhelm und fünf für Uschi Disl (Moosham) ihr bisher bestes Resultat im Weltcup überhaupt.

„Das war eine tolle Leistung zum Abschluss der Oberhof-Tage, wobei mir besonders das letzte Schießen der gesamten Mannschaft imponierte. Nur ein Fehler aller sieben Mädchen, das gab's noch nie“, freute sich Bundestrainer Uwe Müßiggang. „Wer vor der tollen Kulisse in Oberhof und ab Mittwoch dann auch in Ruhpolding besteht und da mit dem Druck des Heimspiels fertig wird, der kann das auch bei Olympia“, sagte er mit Blick auf den Saison-Höhepunkt ab 10. Februar in Turin optimistisch.

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