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Weltmeister Schumacher beschwört Glück

Rekordweltmeister Michael Schumacher beschwört vor dem Heimrennen auf dem Nürburgring das Glück und sieht im neuen Qualifying seine große Chance. Das sei zuletzt die größte Baustelle für Ferrari gewesen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Rekordweltmeister Michael Schumacher beschwört vor dem Heimrennen auf dem Nürburgring das Glück und sieht im neuen Qualifying seine große Chance. Das sei zuletzt die größte Baustelle für Ferrari gewesen.

"Nun werden wir den Nachteil etwas kaschieren und durch die Benzinmenge vielleicht sogar ausgleichen können", schrieb Schumacher auf seiner Homepage (www.michael-schumacher.de). "Nach dem siebten Platz in Monaco möchte ich auf dem Nürburgring in den Kampf vorne an der Spitze des Rennens eingreifen. Unsere Vorstellungen zuletzt lassen uns da durchaus guter Dinge sein."

In den Großen Preis von Europa, über dessen Startaufstellung erstmalig nur ein Einzelzeitfahren am Samstag entscheidet, gehe er "unwillkürlich noch etwas motivierter" als er es sowieso schon sei. Allerdings fühle er sich dadurch nicht noch mehr unter Druck gesetzt, meinte Schumacher, der sich nicht mehr zu der Kritik von Bruder Ralf und Teamkollege Rubens Barrichello (Brasilien) nach seinen Überholmanövern beim Klassiker in Monte Carlo äußerte. Seine Erwartungen brachte der siebenmalige Weltmeister, der in der WM-Wertung bereits mit 37 Punkte Rückstand abgeschlagen auf dem neunten Rang hinter dem spanischen Spitzenreiter Fernando Alonso (Renault/49) liegt, auf die Formel: "Neues Rennen, hoffentlich mehr Glück."

Das erhofft sich auch Ferrari-Teamchef Jean Todt, der den Kampf um die Krone in der Königsklasse ebenfalls noch nicht aufgegeben hat. "Ich sage: Das Spiel ist noch nicht vorbei, auch wenn es richtig ist, dass die Gegner wichtige Punkte sammeln und Weltmeisterschaften am Anfang gewonnen werden", sagte er in der italienischen Zeitung "Gazzetta dello Sport". Von einer aufgebrachten Stimmung nach dem ereignisreichen Großen Preis von Monaco kann laut Todt trotz des erneut ausgebliebenen Erfolgs keine Rede sein. "Wir werden harmonisch bleiben", sagte der Franzose.

Todt äußerte auch Verständnis für Barrichellos Verbitterung, nahm zugleich aber Rekordweltmeister Michael Schumacher in Schutz, der sowohl von Bruder Ralf als auch von seinem brasilianischen Teamkollegen wegen seiner Attacken auf dem Stadtkurs heftig kritisiert worden war. "Er liebt es, freie Fahrt zu haben, und das gibt ihm die Möglichkeit, Grand Prix' zu gewinnen", sagte Todt.

Seit sieben Rennen und dem 10. Oktober 2004 warten Schumacher und die Scuderia allerdings vergeblich auf einen neuerlichen Rennsieg des 36-Jährigen. Optimistisch stimmt Schumacher vor dem Rennen unweit seiner alten Heimat Kerpen, dass er in Monaco mit vollem Tank mit der Geschwindigkeit von Sieger Kimi Räikkönen mithalten konnte. Dass zeige, dass "wir im Rennen bei der Musik dabei sind. Wir haben also durchaus Chancen, vorne mitzufahren, daher lasse ich mich auch weiterhin nicht entmutigen".

Entmutigt sind allerdings offenbar bereits die italienischen Fans, die das Interesse an den Roten Renner aus Maranello verlieren. Hatten im vergangenen Jahr noch 12,48 Mill. Zuschauer in Italien den Klassiker in Monaco verfolgt (Marktanteil: 65,24 Prozent), so waren es am Sonntag nur noch 7,69 Mill. (47,8 Prozent).

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