Weltmeisterin bekommt Olympiplatz geschenkt
Qualifiziert, aber nicht nominiert

Mit einer medizinischen Ausnahmegenehmigung wird die fünfmalige Eiskunstlauf-Weltmeisterin Michelle Kwan bei den Olympischen Winterspielen an den Start gehen. Sie nimmt den Platz der eigentlich qualifizierten Emily Hughes ein.

HB ST. LOUIS. Obwohl die neunmalige US-Meisterin wegen einer Leistenverletzung die amerikanischen Titelkämpfe in St. Louis absagen musste, führt sie das dreiköpfige Damen-Team vom 10. bis 26. Februar in Turin an. "Ich bin sehr froh, dass der Verband an mich glaubt. Und ich bin zuversichtlich, dass ich gut präpariert für die Spiele sein werde", sagte Kwan, die 1998 Olympisches Silber und 2002 Bronze gewonnen hatte. Sasha Cohen als Meisterin und Kimmie Meissner als Zweitplatzierte werden die 25- Jährige nach Nord-Italien begleiten.

Zuvor muss Kwan am 27. Januar noch einen letzten Test vor einem fünfköpfigen Gremium bestehen. Wird sie nach ihrer langwierigen Hüft- und zuletzt Leistenverletzung nicht fit, fährt Emily Hughes nach Turin. Die Schwester von Sarah Hughes, Olympiasiegerin von Salt Lake City, muss als Drittplatzierte zu Hause bleiben. "Ich fühle mit Emily, so ist es mir ja auch schon einmal ergangen", sagte Kwan, die 1994 für Nancy Kerrigan wegen des so genannten Eisenstangenanschlags des Tonya-Harding-Clans auf Olympia verzichten musste.

Das dreiköpfige Herren-Team führt der 21 Jahre alte Johnny Weir an, der Evan Lysacek und Matt Savoie bei den Meisterschaften hinter sich ließ. Erstmals seit Jahren tritt die USA mit einer jungen Nachwuchsgarde bei den Winterspielen an.

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