Werder Bremen verliert den Anschluss
Rostock kommt zum ersten Heimsieg

Werder Bremen hat sich vom Debakel in der Champions League noch nicht erholt. Am Tabellenende der Bundesliga hilft Hansa Rostock das neuerliche Erfolgserlebnis nicht viel weiter.

HB BERLIN. In der Fußball-Bundesliga hat sich Werder Bremen am 25. Spieltag einen weiteren Ausrutscher geleistet. Der amtierende Meister (44 Punkte) kassierte gegen Mainz 05 zwar keinen Gegentreffer, kam letztlich aber nicht über ein 0:0 nicht hinaus. Damit konnte der HSV (4:3 in Bielefeld) bis auf einen Zähler an den Tabellendritten heranrücken. Hertha BSC hielt da mit dem 3:3 in Leverkusen nicht ganz mit.

Das Topduo der Liga ist erst am Sonntag im Einsatz. Dabei empfängt Schalke 04 als Zweiter Spitzenreiter FC Bayern und kann ihn im direkten Duell verdrängen. Der Dritte aus Stuttgart spielt in der zweiten Begegnung bei Borussia Dortmund.

In Sachen Abstiegskampf trafen am Samstag die vier letztplatzierten Teams direkt aufeinander. Dabei konnten Hansa Rostock und der 1. FC Nürnberg ihre Chancen nutzen. Die Rostocker kamen beim 3:1 gegen den VfL Bochum zum ersten Heimsieg der Saison, sind aber noch sieben Zähler vom Platz 15 entfernt. Nürnberg schlug das Schlusslicht aus Freiburg mit 3:2.

Werder Bremen - Mainz 05 0:0

Das 2:7-Debakel am Dienstag in der Champions League bei Olympique Lyon steckt den Bremern noch in den Knochen. Gegen Aufsteiger Mainz 05 reichte es nur zu einem 0:0-Remis. Die beste Chance der Hanseaten hatte Fabian Ernst, der mit seinem Heber (35.) aber nur die Querlatte traf. Die Mainzer konnten ihre Ladehemmung in der Ferne nicht ablegen. Seit nunmehr 320 Minuten haben sie in einem fremden Stadion kein Tor mehr erzielt.

Hansa Rostock - VfL Bochum 3:1 (2:0)

Nach dem zweiten Sieg in Folge träumt Hansa Rostock wieder vom Klassenerhalt. Gegen den VfL Bochum reichte es endlich zum ersten Heimsieg der Saison. Antonio di Salvo (36./49.) erzielte die ersten beiden Treffer. Rade Prica (53.) sorgte gegen eine katastrophale Bochumer Elf für den endgültige Entscheidung. Der Gegentreffer durch Edu (70.) änderte daran nicht mehr.

Den Rostockern gelang damit im 13. Anlauf im Ostseestadion endlich der erste Heimerfolg der Saison.

VfL Wolfsburg - Hannover 96 1:0 (1:0)

Die Wolfsburger sind diesmal wieder engagierter aufgetreten als in den vergangenen Wochen. In einer starken Anfangsphase sorgte Juan Carlos Menseguez (6.) für die Führung. Das reichte für den erhofften Sieg. Den knappen Vorsprung brachte der VfL im Niedersachsenduell über die Zeit.

1. FC Kaiserslautern - Borussia Mönchengladbach 1:0 (1:0)

Einmal kam ein Stürmer aus Kaiserslautern durch. Und prompt gelang Halil Altintop Sekunden vor dem Ende der ersten Halbzeit die Führung für die Gastgeber. Nach der Pause verflachte die Begegnung wieder.

Bayer Leverkusen - Hertha BSC 3:3 (2:2)

In der BayArena wachte Hertha BSC erst in Unterzahl auf. Nach einem Solo über das halbe Feld hatte Robson Ponte die Leverkusener in der fünften Minuten in Führung gebracht. Bayer-Torhüter Jörg Butt erhöhte per Foulelfmeter auf 2:0 (13.). Zuvor war Josip Simunic hat einer Notbremse gegen Andrej Woronin des Feldes verwiesen worden.

Mit nur mehr zehn Mann auf dem Feld drehten die Berlinern plötzlich auf. Spielmacher Marcelinho sorgte binnen sechs Minuten (23./29.) für den 2:2-Ausgleich. Andreas Neuendorf ließ mit dem 3:2 (62.) die Berliner erneut jubeln. Zum Sieg reichte es aber nicht, da Woronin (83.) der Ausgleich für Bayer gelangen.

Arminia Bielefeld - Hamburger SV 3:4 (2:3)

Noch nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als Benjamin Lauth den Ball bereits im Bielefelder Tor unterbrachte. Die Gastgeber benötigten einige Zeit, bis sie ins Spiel zurückfanden. Massimiliano Porcello (21.) sorgte zunächst für den Ausgleich, bevor Fatmir Vata (27.) die Arminia sogar in Führung brachte.

Die Bielefelder erspielten sich weitere Chancen, wurden aber durch das 2:2 von HSV-Stürmer Sergej Barbarez kalt erwischt. Auch beim 2:3 durch Khaled Boulahrouz (43.) war die Arminia-Abwehr nicht gut sortiert. Mehdi Mahdavikia (70.) machte mit dem 4:2 dann alles klar. Der Anschlusstreffer von Delon Buckley kam zu spät (87.).

Zu diesem Zeitpunkt spielte der HSV nur noch zu Zehnt, da Miso Brecko (81.) die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

SC Freiburg - 1. FC Nürnberg 2:3 (1:1)

Erneut hat der SC Freiburg eine Führung nicht halten können. Samuel Koejoe hatte das Tabellenschlusslicht zunächst jubeln lassen (8.). Mit einem abgefälschten Fernschuss erzielte Lars Müller (23.) den Ausgleich für die Franken. Das gleiche Spiel wiederholte sich nach der Pause. Die erneute Freiburger Führung durch den Treffer von Zlatan Bajramovic (59.) egalisierte Marek Mintal fünf Minuten vor dem Ende. Mit dem Schlusspfiff gelang dem «Club»-Torjäger dann sogar der Siegtreffer.

FC Schalke 04 - Bayern München

Vor dem Spiel gegen Bayern München ergriff Trainer Ralf Rangnick disziplinarische Maßnahmen. Nach dem Training durften die Schalker nicht mehr mit Pressevertretern sprechen. Nur genehmigte Anfragen ließ der Coach zu. Aufgrund des riesigen Medieninteresses mussten sogar zwei Pressekonferenzen abgehalten werden. Eine gute Nachricht konnte der Tabellenzweite bei einer solchen Konferenz verkünden: Nationalspieler Gerald Asamoah (Oberschenkelzerrung) geht davon aus, am Sonntag fit zu sein.

Die Bayern wollen nach dem Erreichen des Viertelfinals der Champions League alles. Ziel sei das Finale in Istanbul ließ sich der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge nach dem 0:1 beim FC Arsenal entlocken. Den Focus richtet der Rekordmeister aber erst einmal auf Gelsenkirchen. «Wer so gut gegen Arsenal spielen kann, kann auch bei Schalke gewinnen», verkündete Trainer Felix Magath, dessen Kader fast vollständig ist. Torsten Frings hat seine Grippe überstanden, zusehen müssen nur Roy Makaay und Mehmet Scholl (beide Muskelfaserriss).

Borussia Dortmund - VfB Stuttgart (beide Spiele Sonntag, 17.30 Uhr)

Viel wichtiger als das Spiel am Sonntag ist für Borussia Dortmund der darauf folgende Montag. Dann entscheiden 5800 Anleger über die Zukunft des Traditionsvereins. Sollten 25 Prozent das Sanierungskonzept ablehnen, wäre die Insolvenz des BVB 09 die Folge. Deshalb tröstet auch die Rückkehr von Stürmer Jan Koller nach überstandener Lungenentzündung kaum.

Beim VfB sorgt vor dem Spiel gegen Dortmund mal wieder ein Spieler für schlechte Stimmung. «Die Spieler sollen endlich ihren Job erfüllen und ihr Maul halten», schimpfte VfB-Präsident Erwin Staudt in der «Stuttgarter Zeitung». Anlass für seinen Unmut war Stürmer Kevin Kuranyi, der die Einstellung eines vierten Managers als Ansprechpartner für die Spieler gefordert hatte. Kuranyi werde «fürs Toreschießen bezahlt und ist nicht unser Organisationsberater», so Staudt.

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