Werders Traum von neuer „Sternstunde“

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Werders Traum von neuer „Sternstunde“

Der deutsche Fußball-Meister Werder Bremen will den Bundesliga-Höhenflug in der Champions League fortsetzen.

dpa BREMEN. Der deutsche Fußball-Meister Werder Bremen will den Bundesliga-Höhenflug in der Champions League fortsetzen.

"Es ist unser Ziel, sich ständig auf hohem Niveau zu befinden. Egal, was für eine Aufgabe ansteht", sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf mit Blick auf das Achtelfinal-Hinspiel gegen den französischen Meister Olympique Lyon. Mit vier Siegen in Serie meldeten sich die Norddeutschen eindrucksvoll im Bundesliga-Titelkampf zurück und gehen entsprechend selbstbewusst die schwere Aufgabe gegen die mit 17 Treffern offensivstärkste Mannschaft der europäischen Königsklasse an.

Rechtzeitig vor dem mit Spannung erwarteten Kräftemessen mit dem französischen Titelträger der vergangenen drei Jahre sind die grippe-geschwächten Profis Miroslav Klose, Gustavo Nery und Frank Fahrenhorst wieder im Training. "Jetzt müssen wir sehen, wie alle drei die Belastung verkraften", sagte Schaaf. Auch Ivan Klasnic, mit fünf Treffern hinter Ruud van Nistelrooy (Manchester United/8 Tore) und Roy Makaay (Bayern München/7) die Nummer drei in der Torschützenliste, steht nach einem Muskelfaserriss wieder im Kader. Kapitän Frank Baumann fehlt dagegen wegen einer Gelb-Sperre.

Unvergessen bleibt das bisher einzige Kräftemessen der beiden Teams. Im Uefa-Cup kam Werder 1999 zu Hause durch ein 4:0 im Rückspiel trotz der 0:3-Hinspielpleite noch weiter. "Das war eine Sternstunde der Bremer Fußball-Geschichte", erinnert sich Bremens Manager Klaus Allofs. Während die Bremer Fans von einem erneuten sportlichen Höhepunkt wie diesen träumen, ist Schaaf gewohnt nüchtern: "Wenn das Ergebnis von damals überhaupt noch eine Rolle spielt, dann die, dass im Fußball alles möglich ist."

Nach Ansicht von Schaaf ist Lyon vom Namen her "nicht wie Real Madrid, aber auf jeden Fall eine Größe, denn sie sind seit Jahren Meister und haben sich in der Champions League etabliert". Der 43-Jährige verwies zudem auf die finanziellen Möglichkeiten des Tabellenführers der französischen Liga. "Sie haben einen Etat von 80 Mill. Euro, davon können wir nur träumen", erklärte der Coach des deutschen Meisters, der mit einem Budget von rund 45 Mill. Euro in die Saison gestartet war.

Die Franzosen haben besonders Respekt vor Landsmann Johan Micoud. "Werder ist stark. Doch Micoud ist die größte Gefahr für uns", sagte Lyons Clubchef Jean-Michel Aulas über Bremens Regisseur. Trainer Paul Le Guen versprach einen offensiven Auftritt seines Teams: "Wir werden uns nicht verstecken, sondern jede Gelegenheit nutzen zu stürmen." Er muss auf den Brasilianer Claudio Cacapa verzichten. Der 28 Jahre alte Innenverteidiger ist nach überstandener Knieverletzung doch noch nicht fit genug für einen Einsatz. Zudem fehlen Bryan Bergougnoux und Anthony Réveillère wegen Fußverletzungen. "Die Ausfälle sind schmerzhaft", sagte Le Guen.

Giovane Elber, in der Winterpause von Olympique zu Borussia Mönchengladbach gewechselt, warnt vor seinem Ex-Club. "Es ist eine schwierige Aufgabe für Werder. Sie sollten im ersten Spiel möglichst alles klar machen, denn in Lyon wird es schwer", verweist Elber auf Lyons eindrucksvolle Heimbilanz. In Meisterschaft und Champions League ist Olympique vor eigenem Publikum diese Saison ungeschlagen. Auswärts wartet das Team dagegen seit drei Spielen auf einen Sieg.

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