Wett-Skandal weitet sich aus: Dresdner Torwart bestätigt Geldannahme

Wett-Skandal weitet sich aus
Dresdner Torwart bestätigt Geldannahme

Auch Dynamo Dresden scheint in den Wettbetrug involviert zu sein. Kurz vorher hatten die Spieler des Vereins noch eine Eidesstattliche Erklärung unterzeichnet. Doch nach der Zweitliga-Partie gegen den FC Energie Cottbus rückte der Ersatztorwart mit der vermeintlichen Wahrheit heraus.

HB DRESDEN. Die Vereinsspitze von Dynamo Dresden ist am Dienstag zu einer Krisensitzung zusammengekommen, um über vermutete Verstrickungen des Zweitligisten in den Fußballwett-Skandal zu beraten. Dynamo-Aufsichtsratschef Friedemann Küchenmeister sagte auf Anfrage, es werde Unterhaltungen mit dem Trainer und zwei Spielern geben. Er bestätigte, dass bei einem Regionalligaspiel gegen Preußen Münster im Juni 2003 von einem Unbekannten 15 000 ? übergeben worden worden sind, die später in die Mannschaftskasse geflossen seien. Die Hintergründe seien aber noch unklar. Es sei auch nicht klar, ob es sich nicht um eine durchaus übliche "Motivationsprämie" eines Sponsors gehandelt habe.

Küchenmeister wollte sich nicht zu einem Bericht der Sächsischen Zeitung äußern, wonach das Geld von einem der im Wettskandal beschuldigten Kroaten stammt, der nach außen als privater Sponsor aufgetreten sei. Die beiden verdächtigten Spieler, der kroatische Ersatztorwart Ignajc Kresic und Torsten Bittermann, räumten dem Blatt zufolge Kontakte zu einem der beschuldigten Kroaten ein, bestritten aber eine Beteiligung an Manipulationen. Am Montag hatten alle Dynamo-Spieler in Eidesstattlichen Erklärungen versichert, nichts mit dem Skandal zu tun und kein Geld angenommen zu haben.

Am Montagabend bestätigte Dynamo-Ersatztorhüter Ignac Kresic, dass die Mannschaft am 18. Juni 2003 für den 3:2-Erfolg im Regionalligaspiel über Preußen Münster von einem unbekannten Dritten eine Zahlung in Höhe von 15 000 ? erhalten hat. Das Geld sei in die Mannschaftskasse eingezahlt worden.

Noch vor der Partie gegen Energie Cottbus (0:1) hatten alle Profis von Dynamo Dresden eine Eidesstattliche Erklärung unterzeichnet, wonach sie nichts mit dem Skandal zu tun, keinen Kontakt zur Wett-Mafia und nie Geld angenommen haben. Kresic selbst, dessen Name mit dem Wettbetrug ins Spiel gebracht wurde, hatte erklärt: "Ich habe nichts damit zu tun. Das ist alles, was ich sagen kann."

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