Wie Mark Kirchner die Biathlon-Staffel erstmals zu Gold führte: Die Ruhe des Schmalen

Wie Mark Kirchner die Biathlon-Staffel erstmals zu Gold führte
Die Ruhe des Schmalen

Im Biathlon-Teamwettbewerb kommt es, wie der Name schon sagt, auf eine gute Mannschaftsleistung an. Doch auch hier wird die Regel durch eine Ausnahme bestätigt, denn 1992 bescherte eine überragende Einzelleistung dem deutschen Team den Olympiasieg.

TURIN. Mit ausdruckslosem Gesicht stand der "Schmale" etwas abseits von seinen Mannschaftskameraden Ricco Groß, Jens Steinigen und Fritz Fischer. Dabei hatte er als dritter Mann der deutschen 4x7,5-km Biathlon- Staffel seinem Kumpel Groß "den Arsch gerettet", wie dieser später zu Protokoll geben sollte. Und nicht nur das. In Les Saisies bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville war Kirchner schnell gelaufen, und er war ohne einen Fehler am Schießstand geblieben.

Über 40 Sekunden Rückstand auf den führenden Schweden TordWiksten hatte der 21-jährige Kirchner, als ihn Jens Steinigen an fünfter Position liegend auf die Strecke schickte. Startläufer Groß hatte zwei Mal nachladen müssen, und Steinigen konnte den Abstand nur wenig verkürzen. Also lief Kirchner was das Zeug hielt, musste bei seiner ersten Schnellfeuereinlage zwar einmal nachladen, und kehrte dennoch als dritter in die Loipe zurück.

Fünf Kilometer später übergab Kirchnermit 15 SekundenVorsprung an Fritz Fischer, und war damit Garant für das erste deutsche Olympia-Gold in dieser Disziplin seit ihrer Einführung 1968. Am Ende siegten die Deutschen mit 22,8 Sekunden Vorsprung auf die Staffel der GUS. Albertville, das waren seine Spiele. Vor der Staffel hatte Kirchner schon Gold im 10-km-Sprint gewonnen. Und im abschließenden 20-km-Lauf verfehlte er mit seinem letzten Schuss nurumMillimeter die Scheibe.AmEnde fehlten Mark Kirchner 6,4 Sekunden zum dritten Gold.

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