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Wieder eine Williams-Pleite: Serena patzt

Nach ihrer dunkelsten Stunde in Wimbledon war Serena Williams in Tränen aufgelöst: Das früheste Aus seit ihrem Debüt 1998 überwältigte die zweimalige Siegerin aus den USA so sehr, dass sie vor den Journalisten zu weinen begann.

dpa LONDON. Nach ihrer dunkelsten Stunde in Wimbledon war Serena Williams in Tränen aufgelöst: Das früheste Aus seit ihrem Debüt 1998 überwältigte die zweimalige Siegerin aus den USA so sehr, dass sie vor den Journalisten zu weinen begann.

Mit dem 3:6, 6:7 (4:7) gegen die Weltranglisten-83. Jill Craybas platzte das mit Spannung erwartete Achtelfinale gegen Schwester Venus. Dort trifft die ältere der beiden Williams-Schwestern nun auf die bald 31-jährige Craybas, die zuvor noch nie über die dritte Runde bei einem Grand-Slam-Turnier hinaus gekommen war.

"Ich habe viel Rost angesetzt. Ich wäre wohl besser zu Hause geblieben", sagte Serena Williams am Ende eines grauen, düsteren Tages. Zuvor produzierte sie auf Platz zwei, dem "Friedhof der Champions", Fehler auf Fehler. "Ich war es gewohnt, solche Spiele zu gewinnen. Aber ich habe alles verkehrt gemacht", sagte sie. Das Match wäre sicher erst am Montag beendet worden, hätte Serena Williams den Tiebreak in der einsetzenden Dunkelheit gewonnen. Doch dort verschenkte sie unter lautem Geschrei bei jedem Schlag eine Führung und hatte danach nur mäßigen Respekt vor ihrer amerikanischen Kollegin, die sie zuvor zwei Mal klar geschlagen hatte: "Sie hat die Bälle zurück gebracht und musste nichts Besonderes machen."

Außerdem half ihr im US-Vergleich die mangelnde Fitness von Serena Williams, die nach langen Ballwechseln regelrecht keuchte. "Ich habe sie zwischen den Punkten noch nie so lauten atmen gehört", sagte der dreimalige Wimbledon-Sieger John Mcenroe fast bedauernd. Auch Serena fasste die Schmach am Abend als Weckruf auf: "Ich habe in der vorigen Woche hart gearbeitet, aber eine Woche reicht wohl nicht. Ich muss härter trainieren als bisher."

Im Januar hatte die 23-Jährige bei den Australian Open ihren siebten Grand-Slam-Einzeltitel geholt und danach verkündet, sie habe nie einen Zweifel daran gehabt, dass sie die Beste sei. Doch zuletzt stoppte eine Knöchelverletzung Serena Williams, die deshalb bei den French Open fehlte. Schwester Venus scheiterte dort in Runde drei, in Australien war in diesem Jahr im Achtelfinale für sie Schluss.

In Wimbledon hatten sich die Schwestern 2002 und 2003 im Finale gegenüber gestanden, in dem jeweils Serena siegte. Im Vorjahr verhinderte Maria Scharapowa einen Titel-Hattrick. Venus gewann 2000 und 2001 in London. Die Weltranglisten-Erste Lindsay Davenport hatte von einer Schande gesprochen, weil die Williams-Schwestern wegen ihrer niedrigen Einstufung in der Setzliste diesmal so früh aufeinander getroffen wären. Doch Davenport hatte Unrecht. Die Wimbledon-Siegerin von 1999 bestreitet nun gegen die Belgierin Kim Clijsters die erste Top-Begegnung bei den Damen. Im Achtelfinale von Paris hatte sich Davenport jüngst durchgesetzt.

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