Wiener Stadthalle
Brüchiges Eis soll bis Samstag spiegelglatt sein

Nach dem Spielabbruch bei der Generalprobe für die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Wiener Stadthalle haben die Organisatoren am Donnerstag Entwarnung gegeben.

HB WIEN. "Die Eishockey-WM ist auf keinen Fall gefährdet", erklärte Stadthallen-Geschäftsführer Peter Gruber. Beim WM- Auftakt am Samstag werde das zuletzt viel zu weiche Eis wieder in einwandfreiem Zustand sein.

Die Generalprobe am Mittwoch zwischen WM-Gastgeber Österreich und der Schweiz hatte nach zwei Dritteln abgebrochen werden müssen. Auf dem brüchigen Eis hatten sich Pfützen gebildet, an der Bande hatte es Lücken im Eis gegeben. Zu allem Überfluss hatte ein Defekt an einer Eismaschine zu einem Loch im Verteidigungsdrittel der Österreicher geführt. Gruber bewertete die Nachbesserungen als "Teil eines normalen Aufbauszenarios".

Die Stadthalle werde den WM-Organisatoren gemäß den Statuten des Eishockey-Weltverbandes IIHF "zeitgerecht zur Verfügung gestellt", hieß es 48 Stunden vor dem Auftaktspiel zwischen Österreich und Russland. Zu den Mängeln sei es wegen technischer Nachbesserungen wie der Banden-Justierung gekommen. Durch das schnelle Anfahren der Spieler habe sich die Bande verschoben, daher sei warme Luft eingedrungen, erläuterte Hallen-Chef Gruber.

Österreichs Nationaltrainer Herbert Pöck hatte nach der Partie einen Schaden am Kühlsystem vermutet, betonte aber auch: "Bei solchen Hallen, wo nicht immer Eishockey gespielt wird, braucht das Eis einige Zeit, um richtig hart zu werden. Das ist immer so." Der Präsident des Österreichischen Eishockey-Verbandes, Dieter Kalt, zeigte sich überrascht von der mangelnden Eis-Qualität: "In der ganzen vorigen Woche wurde hier trainiert. Dabei gab es keine Probleme."

Das für Donnerstag geplante Training in der Stadthalle wurde verlegt, um das Eis nicht weiter zu beschädigen. Zunächst wurde an der Bande ein neuer Kühlschlauch verlegt, in der Nacht zum Freitag sollte das Eis neu gefroren werden. Mittags soll dann die offizielle Abnahme erfolgen. Auch die am Wochenende erwarteten Außentemperaturen von 20 Grad sollen kein Problem darstellen.

Die Verantwortlichen in der Halle haben eigentlich genügend Erfahrung mit der Eis-Aufbereitung. Die Stadthalle war schon vier Mal Schauplatz einer WM, zuletzt fand das Turnier dort 1996 statt.

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