Will als Schlusslicht ganz nach vorn fahren
Michael Greis selbstbewusst

Michael Greis wird bei der Olympiade als Schlussläufer für die deutsche Biathlonstaffel an den Start gehen. Der ewige Vierte hat die Goldmedaille als klares Ziel vor Augen und tankt dafür beim Heimrennen im Chiemgau Selbstvertrauen.

HB RUHPOLDING. Als „olympisches Vorgeplänkel mit hohem Spaß- Faktor und toller Chance, das Selbstvertrauen durch Erfolge zu stärken“ bewertet Michael Greis das Heimspiel beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding.

Der 29 Jahre alte Allgäuer aus Nesselwang, der seit acht Jahren in Ruhpolding bei Fritz Fischer trainiert, hat sich seitdem Schritt für Schritt in die Weltspitze gekämpft. Den ersten Weltcup-Einsätzen 2001 folgten ein Jahr später Olympia-Starts mit den Plätzen 15 im Sprint und 16 in der Verfolgung. Der große Durchbruch gelang ihm bei der WM 2004, als „Michi“ Greis in Oberhof das deutsche Staffel-Quartett zum Sieg führte.

Seitdem gilt der Bundeswehr-Oberfeldwebel als gesetzter Schlussläufer deutscher Staffeln. „Wie fest ich bin, wird sich in Turin herausstellen. Wichtig ist, dass ich zur Staffel gehöre. Ich laufe auf der Position, von der die Trainer meinen, dass ich am meisten gebraucht werde“, relativierte Greis.

Mit seiner Ruhe und Gelassenheit bringt er aber wichtige Voraussetzungen für einen guten Schlussläufer mit. „Am Letzten hängt mehr oder weniger die ganze Staffel. Patzer des Schlussmannes kann niemand mehr ausbügeln. Mit dem Druck komme ich aber klar“, sagte er vor dem Start des letzten vorolympischen Staffelrennens der Saison am Donnerstag.

Der geradlinige Allgäuer redet beim Thema Olympia nicht um den heißen Brei herum. „Eine Olympia-Medaille ist mein Hauptziel in diesem Winter. Im Gesamtweltcup soll ein Platz unter den ersten Fünf rausspringen“, legte er sich fest. Als derzeitiger Vierter der Saison-Rangliste stimmt die Ausgangsposition dafür. Überhaupt ist Greis in diesem Winter bisher der Mann der vierten Plätze. Vier seiner sieben Weltcuprennen beendete er auf der Position unmittelbar neben dem „Stockerl“ - und fühlt sich trotzdem nicht als Pechvogel.

„Lieber Vierter als weiter hinten. Klar gibt's dafür etwas weniger Preisgeld als für dritte Ränge. Bitter sind vierte Plätze aber nur bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften. Da steht man mit leeren Händen statt einer Medaille da“, sagte Greis.

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