Wilson Kipsang in Berlin
Marathon-Weltrekord um 15 Sekunden verbessert

Das perfekte Rennen ist dem Kenianer Wilson Kipsang gelungen. Beim Berlin-Marathon hat er den Weltrekord eines Landsmanns unterboten. Der bisherige Rekordhalter hatte nicht mit an den Start gehen können.
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BerlinDer Kenianer Wilson Kipsang ist beim 40. Berlin-Marathon einen phänomenalen Weltrekord gerannt. Der 31-Jährige gewann am Sonntag den 42,195-Kilometer-Klassiker in 2:03:23 Stunden und blieb deutlich unter der alten Bestmarke seines Landsmanns Patrick Makau. Dieser hatte am 25. September 2011 ebenfalls in Berlin 2:03:38 benötigt. „Ich glaube, ich kann noch schneller laufen“, sagte Kipsang nach seinem Coup.

Bei Kilometer 37 hatte er sich von seinen Landsmännern Eliud Kipchoge und Geoffrey Kipsang abgesetzt, die die weiteren Plätze belegten. Kipsang sicherte sich damit eine Siegprämie von 40 000 Euro, zudem gibt es 50 000 Euro für den Rekord. Er hatte bis dato mit seinen 2:02:42 Stunden von Frankfurt 2011 die zweitschnellste Zeit der Marathon-Geschichte stehen. Makau hatte wegen einer Entzündung im Knie auf einen Start verzichten müssen.

Schnellster Deutscher war André Pollmächer aus Düsseldorf in 2:13:05, der damit persönliche Bestzeit lief und unter der Norm für die Leichtathletik-EM 2014 in Zürich blieb.

In Florence Kiplagat gewann auch eine Kenianerin das Frauen-Rennen. Die 26 Jahre alte Favoritin setzte sich in inoffiziellen 2:21:13 Stunden durch und landete ihren zweiten Sieg nach 2011. Zweite wurde Sharon Cherop (2:22:28/ebenfalls Kenia) vor der deutschen Rekordhalterin Irina Mikitenko von der LG Eintracht Frankfurt.

Die 41-Jährige glänzte in inoffiziellen 2:24:54 Stunden und stellte damit einen sogenannten Master-Weltrekord in der Klasse der über 40-Jährigen auf. „Ich fühle mich super gut, obwohl es sehr windig war. Ich bin so glücklich mit Platz drei und dem Master-Weltrekord“, sagte Mikitenko in der ARD und erklärte: „Ich bin schon 41, aber das sagt nichts. Ich fühle mich wie 20 mit 20 Jahren Erfahrung.“

Bei Sonnenschein und Temperaturen um die 10 Grad waren mehr als 40 000 Läuferinnen und Läufer unterwegs. Zum ersten Mal war der Start- und Zielbereich im Berliner Tiergarten umzäunt. Damit und mit Personenkontrollen reagierten die Veranstalter auf die Anschläge beim Lauf in Boston. Am 15. April waren bei einem Bombenanschlag drei Menschen getötet worden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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