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Wind soll in Kiel zur Aufholjagd blasen

Auch am Freitag verhinderte eine Flaute den planmäßigen Ablauf der Wettfahrten der Kieler Woche: Nur drei Rennen konnten durchgeführt werden. Am Wochenende soll auffrischender Wind aber die Aufholjagd einläuten.

Auch wenn das Wetter nicht mitspielt, werden die Organisatoren der Kieler Woche nicht unruhig. Die anhaltende Flaute hat in den olympischen Bootsklassen zu kräftigen Verzögerungen geführt. Nachdem schon am Vortag zahlreiche Wettfahrten ausgefallen waren, konnten am Freitag sogar nur drei von ursprünglich mehr als 30 geplanten Rennen durchgeführt werden.

Allerdings sind bei auffrischenden Winden am Wochenende die Aussichten für eine zeitplanmäßige Aufholjagd gut. "Wir machen uns keine Sorgen. Für Samstag und Sonntag ist genügend Wind angesagt, so dass wir unser Programm durchziehen werden", sagte der neue Organisations-Chef Jobst Richter.

Walter/Struckat fallen zurück

In der 470er-Klasse der Frauen und Männer sowie im Laser Radial der Frauen konnte zumindest jeweils eine Wettfahrt absolviert werden. Die Starter des Deutschen Segler Verbandes (DSV) konnten sich dabei nicht vorne platzieren. Bestes Resultat war ein vierter Platz der 470er-Crew Sabine Walter/Antje Struckat (Berlin), die dadurch hinter die australischen Tagessiegerinnen Elise Rechichi/Tessa Parkinson auf den zweiten Gesamtplatz zurückfielen.

Auch in der paralympischen 2.4mR-Klasse wurde am Nachmittag eine Wettfahrt gestartet, die allerdings nicht beendet werden konnte. "Es wurde versucht, aber das Zeitlimit konnte nicht eingehalten werden", sagte der in der Gesamtwertung führende Kieler Heiko Kröger. Der Goldmedaillengewinner von Sydney 2000 konnte bislang zwei Rennen für sich entscheiden und liegt mit neun Punkten aus sechs Wettfahrten einen Zähler vor dem Niederländer Thierry Schmitter. Dritte ist die Britin Helena Lucas (elf Punkte).

Kröger erwartet "noch viel Bewegung"

Neben Ex-Weltmeister Roland Gäbler (Tinglev) mit Vorschoter Gunnar Struckmann (Kiel) im Tornado hält unter den DSV-Startern nur noch Kröger die Spitzenposition in seiner Klasse. Das Fernziel sind für den 39-Jährigen die Paralympics 2008 in Peking. Bis dahin erwartet Kröger noch viele Veränderungen in seiner Bootskasse: "In drei Jahren wird es erstmals drei Klassen im Programm der Paralympics geben. Das wird noch viel Bewegung mit sich bringen."

Als möglichst baldiges Ziel regt Kröger gemischte Wettbewerbe in olympisch-paralympischen Bootsklassen an. "Ich denke, dass das im richtigen Boot möglich wäre. Es wäre schön, wenn man das vielleicht schon bald bei der Kieler Woche hinbekommen würde."

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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