sonstige Sportarten
Winokurow fährt in Paris den Sprintern davon

Im Sommerregen von Paris ging die große Karriere von Lance Armstrong endgültig zuende. Der Amerikaner fuhr zum siebten Mal in Serie als Sieger der Tour de France nach Paris, wo auch Alexander Winokurow noch einmal glänzen konnte.

Im Sommerregen von Paris ging die große Karriere von Lance Armstrong endgültig zuende. Der Amerikaner fuhr zum siebten Mal in Serie als Sieger der Tour de France nach Paris, wo auch Alexander Winokurow noch einmal glänzen konnte. Platz zwei hinter dem 33-Jährigen belegte bei der 92. Großen Schleife 2005 der Italiener Ivan Basso (CSC) mit 4:40 Minuten Rückstand vor Jan Ullrich (6:21), dessen Team T-Mobile sich wie 2004 die Mannschaftswertung sicherte.

Für einen Paukenschlag sorgte zum Abschluss als letzter Tagessieger der Kasache Winokurow, der damit seinen zweiten Tageserfolg und den dritten für das T-Mobile Team 2005 feierte. Das Grüne Trikot sicherte sich erstmals der Norweger Thor Hushovd (Credit Agricole).

Die letzten 52km wurden neutralisiert gefahren, weil die Sturzgefahr durch den starken Regen über Paris zu groß geworden war. Bereits zuvor stand der Däne Michael Rasmussen (Rabobank) als "Berg-König" fest, das Weiße Trikot für den besten Nachwuchsfahrer ging an Discovery-Profi Jaroslaw Popowitsch aus der Ukraine.

Ullrich will noch mit Armstrong feiern

Nach dem fünften gescheiterten Anlauf auf den Thron von Lance Armstrong blieb Jan Ullrich nur die neidlose Anerkennung seines überragenden Kontrahenten. "Chapeau! Man muss zugestehen, dass ihm niemand das Wasser reichen konnte - auch ich nicht", bekannte der langjährige Herausforderer. Zur Abschiedsfete des Texaners, die am Sonntagabend in Paris stieg, wollte auch Ullrich erscheinen: "Ich freue mich, dass er mich eingeladen hat und wünsche ihm alles Gute. Mit ihm geht ein großer Sportler."

Auch im letzten Versuch hatte der Deutsche seinen großen Widersacher nicht bezwingen können. Nach den zweiten Plätzen hinter Armstrong in den Jahren 2000, 2001 und 2003 sowie Rang vier im vergangenen Jahr blieb für den Toursieger von 1997 diesmal Platz drei. "Lance ist der Mann, der nie Schwächen gezeigt hat. Das verdient ein großes Kompliment. Aber ich habe gezeigt, dass ich es immer noch aufs Podium schaffen kann, und das macht mich wirklich happy", sagte der T-Mobile-Kapitän.

Armstrongs Lob für Ivan Basso

Zwischen Armstrong und Ullrich schob sich diesmal der Italiener Ivan Basso, der sich im vergangenen Jahr noch mit Rang drei hinter Andreas Klöden begnügen musste. Während der 27 Jahre alte CSC-Kapitän mit 4:40 Minuten den geringsten Rückstand auf den großen Dominator außer Ullrich 2003 (1:01 Minuten) aufwies, hielt er am Ende den Deutschen mit 1:41 Minuten auf Distanz. "Ohne meine beiden Stürze wäre es enger geworden", meinte der Rostocker, der unmittelbar vor Tourbeginn und auf der 9. Etappe jeweils schwer gestürzt war.

Das Ziel vom zweiten Toursieg hat der 31-Jährige noch immer nicht aufgegeben: "Ich will beim bedeutendsten Radrennen der Welt noch einmal ganz vorne sein. Ich fahre so lange, bis ich die Tour nochmal gewonnen habe." Für Armstrong ist dagegen Basso sein potentieller Nachfolger Nummer eins: "Ivan hat gezeigt, dass er ein überragender Kletterer ist. Vielleicht ist er die Zukunft dieses Rennens."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%