Winokurow gewinnt prestigeträchtige letzte Etappe
Ein Radheld auf ewig

Spätes Happyend für Jan Ullrich und perfekter Abschied für den Jahrhundert-Sportler Lance Armstrong - und dazu ein prestigeträchtiger und versöhnlicher Triumph für T-Mobile - die Schlussetappe der Tour de France 2005 hatte eine Menge zu bieten.

HB PARIS. Über eine Viertelmillion Zuschauer erwiesen dem siebenfachen Rekordsieger, der sich am Samstag vor Ullrich seinen einzigen Etappensieg gesichert hatte, zum Tour-Finale die Ehre. Der T-Mobile-Kapitän freute sich nach dem Défilée auf dem regennassen Prachtboulevard Champs Elysées über seinen dritten Platz im Gesamtklassement 6:12 Minuten hinter Armstrong. Dessen neue Bestleistung könnte Anspruch auf Ewigkeit haben.

Zu den großen Gewinnern des letzten Tages gehörte aber auch T-Mobile-Profi Alexander Winokurow. Er gewann in Paris den Sprint auf den Champs Elyseés, sicherte seinem Team damit den dritten Etappensieg bei der diesjährigen Tour und verdrängte damit quasi auf der Ziellinie dank der Zeitgutschrift für den Etappensieg Gerolsteiner-Kapitän Levi Leipheimer noch vom fünften Rang. Das Grüne Trikot des Punktbesten sicherte sich der Norweger Thor Hushovd.

Wegen der Sturzgefahr wurden am Sonntag die letzten sieben Runden der Strecke im Herzen von Paris neutralisiert, und die Gesamtwertung stand schon 52 Kilometer vor der eigentlichen Zieldurchfahrt fest. Vor Paris waren bereits drei Armstrong-Helfer zu Fall gekommen und ihr Chef konnte nur mit Mühe einen Sturz verhindern. Das Kopfsteinpflaster auf den Champs Elysées war Spiegelglatt. Im Finale ging es nur noch um den Tagessieg der 21. Etappe und das Punkteklassement im Kampf um das Grüne Trikot.

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Ivan Basso aus Italien (4:40 zurück) wurde auf Platz zwei im Gesamtklassement zum Kronprinzen des Texaners und scheint damit erster Anwärter auf die Armstrong-Nachfolge 2006. "Ivan ist der Favorit der kommenden Jahre", sagte der 33-jährige Frührentner Armstrong, der am Sonntag wie angekündigt seine einzigartige Karriere beendete. "Eine Ära geht zu Ende", sagte Tour-Direktor Jean-Marie Leblanc zum Armstrong-Abschied.

Jan Ullrich scheiterte zwar auch im fünften Versuch, Armstrong vom Thron zu stoßen, strahlte aber über das ganze Gesicht. "Nach meinen zwei Stürzen bin ich mit dem dritten Platz sehr zufrieden. Ich habe alles gegeben", sagte Ullrich, der Armstrong beim Zeitfahren am Samstag über 55,5 Kilometer in St. Etienne mit 23 Sekunden sehr nah auf den Pelz der Tageswertung gerückt war. Mit seiner starken Leistung im Kampf gegen die Uhr sicherte Ullrich nach Rang vier im Vorjahr diesmal wenigstens das Podium.

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